Medienberichte 2026

Landesverteidigung, Einsätze & Übungen, Sicherheitspolitik, Organisation, ...
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Obwohl Bau vorangeht
Warum die Römer Vorrang vor Militärfliegern haben
Nachdem die Hercules-Transportmaschine des Bundesheeres zu Beginn des Iran-Krieges aus technischen Gründen am Boden bleiben musste und Evakuierungsflüge nach Dubai ausfielen, hat die „Charlie Bravo“ jetzt drei Funktionstestflüge überstanden. Sie wurde, wie das Bundesheer bestätigt, in den „regulären Flugbetrieb“ aufgenommen. Die 58 Jahre alte Maschine ist derzeit das einzige Transportflugzeug des Heeres, das Schwesterflugzeug ist in Portugal zur großen Wartung und wird nicht vor November zurückerwartet. Die dritte Hercules wurde schon Ende November des Vorjahres dem Jagdkommando in Wiener Neustadt zum Üben „geschenkt“.

Weil die altersschwache Hercules noch zumindest bis 2028 fliegen muss, sind weitere Pannen vorprogrammiert – im Jahr 2023, als die Evakuierung aus Israel platzte, nachdem Verteidigungsministerin Klaudia Thanner (VP) noch vor der Maschine deren Einsatz verkündet hatte, mussten 71 Hercules-Flüge gestrichen werden. Als Übergangslösung gibt’s mit Portugal eine Vereinbarung, dass Transporter vom Typ Embraer bei Bedarf angemietet werden. Sie war während der Reparatur der Hercules schon über Linz zu sehen.
Die nötigen Hanger müssen erst gebaut werden. Derzeit sind am Gelände die Archäologen am Werk, fotografieren und kartieren römische Hinterlassenschaften, die dann unter den Hangern zugeschüttet werden.
Ob der Enns
Vorausdenken wieder gescheitert

Es ist zum Fremdschämen, wenn man sich die Fiaskos rund um die Hercules anschaut. Und da geht’s nicht nur um medienwirksame Evakuierungsflüge, die aus Altersschwäche gestrichen werden mussten und Österreicher nicht heimgeholt werden konnten. Im Hintergrund läuft mehr ab!

Wieder einmal ist das Vorausdenken gescheitert. Denn man wusste, dass die Hercules nicht ewig am Himmel bleiben wird. Aber mit dem Bestellen des Nachfolgers ließ man sich Zeit, bis nichts mehr geht.

Erinnert an den „unvorhersehbaren“ Lehrermangel. Vielleicht sollten Politiker weiter blicken, als die eigene Amtszeit reicht.
https://www.krone.at/4112288


Schiebel-Chef Hannes Hecher: „Es gibt immensen Bedarf an Minenräumung im Meer
Sie haben bisher immer betont, Ihre sogenannten Camcopter seien unbewaffnet, schon weil die millionenteuren Geräte zu wertvoll seien, um als Waffen genutzt zu werden. Warum hat man umgedacht?

Hannes Hecher: Was wir derzeit in der Kriegsführung sehen, etwa in der Ukraine, sind Drohnen, die im Nahbereich fliegen, mit Sprengstoff ausgerüstet sind, sich dann auf ihre Zielobjekte stürzen und explodieren. Das machen wir nicht. Dafür hat unsere Lösung zu viele Möglichkeiten und ist zu teuer. Da hat sich nichts geändert. Was sich geändert hat, sind die geopolitischen Unsicherheiten, die ein Umdenken erfordern. Daher gehen wir einen Schritt weiter und bieten eine bewaffnete Lösung an. Was sich aber auch geändert hat, ist unser System, das hat das bisher nicht möglich gemacht. Wir hatten die Datenströme gebündelt. Unsere Flugsteuerung erfolgt vom Boden aus, die muss präzise sein, da darf nichts stören. Jetzt können wir mit einem neuen System die Flugsteuerung von der operativen Steuerung, also etwa dem Abschuss von Raketen, trennen. Da stört sich nichts mehr gegenseitig.

Schiebel-Camcopter können also künftig Raketen abfeuern?

Es ist nicht so, dass wir selbstständig Raketen integrieren, das machen wir mit Geschäftspartnern. Wir stellen die Schnittstellen zur Verfügung, die bauen das auf. Bisher haben Kunden die Möglichkeit, mit der auf unseren unbemannten Helikoptern integrierten Sensorik zu detektieren, also etwa in Not geratene Schwimmer im Meer aufzuspüren oder Wasserminen zu finden – bis zu 25 Metern Tiefe, also nicht nur die, die oben schwimmen und zu sehen sind. Künftig hat man die Möglichkeit, zu ermitteln, was wo ist, und dann gegebenenfalls Abwehrmaßnahmen zu treffen.

Die Drohne ist also nicht selbst die Waffe, sie schießt etwas ab?

Korrekt.

Wo wird man produzieren und ab wann?

Schon bald, vielleicht nächstes Jahr. Wo, das hängt von den rechtlichen Rahmenbedingungen ab. Ob die Produktion in Österreich erfolgen kann, ist noch offen. Frankreich bemüht sich sehr um die Produktion, auch außerhalb von Europa wäre eine Produktion möglich.

Sehen Sie Chancen für Österreich oder ist die Neutralität ein Hemmnis?

Mit der Neutralität hat das nicht direkt zu tun. Beim Exportregime ist Österreich in den EU-Rahmen eingebunden. Es gibt eine klare EU-Vorgabe, die in Österreich interpretiert wird: was darf exportiert werden und wohin. Die Neutralität kommt erst ins Spiel, wenn das Land, in das man liefert, in einem Kriegskonflikt ist. Und da macht, wie wir jetzt in der Ukraine sehen, das Neutralitätsgesetz keinen Unterschied zwischen Angreifer und Angegriffenem. Da stellt sich meiner Meinung nach schon die Frage, ob das noch richtig ist. Was etwa, wenn die baltischen Staaten angegriffen werden: Liefern wir dann nichts zur Verteidigung? Faktum ist: Momentan ist die Rechtslage so und wir als Firma halten das ein.

Sie haben sich für eine Änderung bei den Exportbeschränkungen von Dual-Use-Gütern ausgesprochen, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Tut sich hier etwas?

Es gibt Militärgüter, also vereinfacht gesagt alles, was bewaffnet ist und schießt. Doch auch bei Dual-Use-Gütern, also etwa unbewaffneten Drohnen, gibt es Exportbeschränkungen. Hier ist es, glaube ich, notwendig, dass wir die Rahmenbedingungen in Österreich so anpassen, dass eine Industrie im Bereich Sicherheit und Verteidigung exportfähig sein kann. Wir etwa hatten bisher in Österreich keinen Markt und produzierten nur für den Export. Jetzt beschafft das Bundesheer wieder, das wird aber nicht reichen, um die Firmen, die es hier in Österreich gibt, auszulasten.

Der momentane Boom in der Rüstungsindustrie kann also von heimischen Unternehmen nicht genutzt werden?

Auf europäischer Ebene schon, weil es hier ein vereinfachtes Verfahren bei Dual-Use-Gütern und Militärgütern gibt. Außerhalb der Europäischen Union ist es dann schon sehr viel schwieriger.
Schiebel hat Tochterunternehmen in Indien, Abu Dhabi, Australien, den USA und Frankreich. Warum?

Nein, keine Tochterunternehmen, selbstständige Unternehmen. Zum einen ist es so, dass die Möglichkeiten zu exportieren, aber auch für Testflüge in Österreich schwierig sind. Zum anderen gibt es, wie etwa in Indien, auch Vorgaben, dass man bei öffentlichen Aufträgen eine Wertschöpfung von 60 Prozent in Indien selbst erbringen muss. Hier verstehe ich die österreichische Position nicht wirklich. Nehmen Sie die Ukraine, auch hier gibt es immensen Bedarf an Minenräumung, im Schwarzen Meer, Odessa oder der Donaumündung. Wir als Österreich zahlen bei den Ukraine-Hilfen mit, es scheint aber nicht möglich, dass wir wie andere Länder fordern, dass ein Teil der Hilfen für ohnehin benötigte Güter nach Österreich fließen soll. Die Geisteshaltung, dass die Politik die Wirtschaft unterstützen soll, ist in Österreich nicht sehr ausgeprägt.
https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreic ... art-646539
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Entscheidung fix: Habersatter wird Militärchef von Wien

https://kurier.at/chronik/wien/habersat ... /403152385


Heimische Betriebe profitieren von Wettrüsten

https://salzburg.orf.at/stories/3350875/
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Verlängerung und Miliz: Warum die Dreierkoalition bei der Wehrpflicht auf der Stelle tritt
Erwin Hameseder drückte aufs Tempo. Im ersten Quartal, also bis Ende März, solle eine Grundsatzentscheidung über die Verlängerung der Wehrpflicht fallen. Zumindest im zweiten Quartal müsse es aber so weit sein, damit die neue Regelung Anfang 2027 in Kraft treten könne, sagte der Banker im Jänner in seiner Funktion als Vorsitzender der Wehrpflichtkommission.

Hameseder wirbt für das „Modell 8 plus 2“: acht Monate Grundwehrdienst statt bisher sechs, in den Folgejahren neu insgesamt zwei Monate verpflichtende Milizübungen. Der Zivildienst sollte auf zwölf Monate verlängert werden, um den Dienst beim Bundesheer trotz der deutlichen Verlängerung attraktiv zu erhalten.

Verschiedene Modelle

Drei Monate später tritt die Dreierkoalition auf der Stelle. Ein „parlamentarischer Prozess“ soll eine Lösung bringen. Die ÖVP würde den Vorschlag der Kommission Gesetz werden lassen, setzt sich damit bisher aber nicht durch. Vor allem die NEOS sind skeptisch. Als liberale Partei lehnen sie den Zwangsdienst ab und bevorzugen ein Berufsheer.

Wie könnte ein Kompromiss aussehen? Die Wehrsprecher diskutieren verschiedene Möglichkeiten. Eine Variante könnte lauten „6 plus 2“. Dieses Modell gab es bis zum Jahr 2005: Auf sechs Monate Wehrpflicht folgten zwei Monate Milizübungen.

Eine andere Idee wäre eine flexible Dienstdauer. Dies würde eine kürzere Standard-Dienstdauer bedeuten, etwa „6 Monate Grundwehrdienst plus 2“. Und wer sich für spannendere, dafür aber aufwändigere Ausbildungen interessiert, müsste sich länger verpflichten. Für Gebirgsjäger etwa könnten dann „8 plus 2“ gelten.

Einig scheinen sich die drei Koalitionsparteien darin, dass sie die Qualität sowohl des Grundwehrdienstes als auch der Miliz verbessern wollen. Zur Diskussion stehen auch Änderungen beim Zivildienst, der stärker als bisher in das Konzept einer umfassenden Landesverteidigung eingebaut werden könnte.
https://www.tt.com/artikel/30932396/ver ... elle-tritt

theoderich hat geschrieben: Mo 13. Apr 2026, 17:57
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Bundesheer investiert in Katastrophenhilfe

https://noe.orf.at/stories/3351014/
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Kabinettschef von Ministerin Tanner wechselt in die Privatwirtschaft
Der Kabinettschef von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP), Roman Markhart, wechselt in die Privatwirtschaft. Im Sommer wird der 31-Jährige eine Management-Funktion übernehmen. Wohin er genau wechselt, wollte Markhart auf APA-Nachfrage nicht bekannt geben. Der 31-jährige Betriebswirt führte seit 2022 operativ das Kabinett der Verteidigungsministerin.

Davor war Markhart im Kabinett von Ex-Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) für Energiepolitik und Krisenmanagement verantwortlich. In dieser Zeit war er auch operativer Chef der gesamtstaatlichen COVID-Krisenkoordination (GECKO). Im Verteidigungsministerium verantwortete er die Erarbeitung des Aufbauplans 2032+ des Bundesheeres, bereitete den Beschluss des Landesverteidigungsfinanzierungsgesetzes vor und begleitete mehrere große Beschaffungsvorhaben, darunter den Ankauf der Leonardo-Unterschalljets. Zudem managte er Tanners Nationalratswahlkampf in Niederösterreich im Jahr 2024.

"Nach fast zehn Jahren ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, etwas Neues zu beginnen", sagte Markhart zur APA. Verteidigungsministerin Tanner dankte Markhart, würdigte ihn als "verlässlichen, loyalen und politisch erfahrenen Kabinettschef" und wünschte ihm "für seinen weiteren Weg alles Gute und viel Erfolg".
https://kurier.at/politik/inland/kabine ... /403152723


Das sind Knackpunkte
SPÖ, ÖVP und Neos schlagen ihre Budget-Pflöcke ein
Nach der Festlegung der großen Linien werden in den kommenden Tagen die „Kuchenstücke“ des Budgets auf die einzelnen Ministerien verteilt. Die Ressorts werden dann über ihren Anteil an der Konsolidierung informiert. Öffentliche Reibereien gab es zuletzt zwischen Marterbauer und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, die zehn Milliarden Euro zusätzlich für die Nachfolge der Eurofighter haben will. Finanzminister Marterbauer hält diese Forderung für überzogen, wie er zuletzt im Interview mit der „Krone“ sagte.
https://www.krone.at/4114061
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Mehr Geld für Rüstung, niedrigere Lohnabgaben: Viele Wünsche ans Budget, aber weiter wenig Geld
Begehrlichkeiten beim Heer

Weniger kontrovers als öffentlich diskutiert dürfte hingegen laut Insidern die Klärung der Frage werden, wie mit der Aufrüstung umzugehen ist. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) hatte mit der Forderung aufhorchen lassen, dass schon ab 2028 für die Anschaffung der Nachfolger der Eurofighter im Budget Vorsorge getroffen werden müsse, weil 2028 die Ausschreibung erfolgen solle. Rüstungsgüter werden aber meist dann bezahlt, wenn die Lieferung erfolgt. Die Nachfolger der Eurofighter sollen erst ab 2033 geliefert werden. Dass angesichts dessen bereits ab 2028 diese Anschaffung im Budget eingestellt wird, und sich die Koalition damit ein zusätzliches Finanzloch schafft, darf bezweifelt werden. Allerdings: Im Raum steht auch eine Verlängerung der Wehrpflicht auf acht Monate, was das Budget mit 250 bis 300 Millionen Euro pro Jahr belasten würde, also auch erst mal finanziert werden muss.
https://www.derstandard.at/story/300000 ... wenig-geld
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Jordan Armed Forces – Arab Army Signs Cooperation Agreement with Austria
The Jordan Armed Forces – Arab Army signed, on Wednesday at the General Headquarters, a joint cooperation agreement with the friendly Austrian side, as part of its ongoing efforts to strengthen military cooperation and exchange expertise with brotherly and friendly countries.

The agreement was signed on behalf of the Jordan Armed Forces – Arab Army by the Chairman of the Joint Chiefs of Staff, Major General Yousef Ahmed Al-Hunaiti, while the Austrian Ambassador to the Kingdom, Dr. Marieke Tschimborgh, signed on behalf of the Austrian side.

The agreement aims to enhance joint cooperation and coordination between the two sides, develop bilateral partnerships, and expand areas of military training and the exchange of expertise and knowledge, contributing to raising the efficiency and readiness of the armed forces in both friendly countries.
https://www.jaf.mil.jo/NewsViewEn.aspx?NewsId=60953


Sicherheit: Brüssel drängt auf verbindliche Beistandspflicht
Deshalb drängen nun die EU-Kommission sowie einzelne EU-Regierungen darauf, die im EU-Vertrag (Artikel 42.7) sehr allgemein festgeschriebene Beistandspflicht scharfzustellen. Die Vizepräsidentin der EU-Kommission und Außenbeauftragte, Kaja Kallas, will bei dem bevorstehenden informellen EU-Gipfel auf Zypern am Donnerstag und Freitag auf eine solche Klärung drängen. Dadurch gerät nun auch Österreich unter Druck, genau zu definieren, was es trotz Neutralität im Krisenfall für einen Beistand leisten könnte.

Jüngste Anlassfälle waren zum einen Grönland, das unter Schutz Dänemarks steht und Anfang des Jahres mit Okkupationsdrohungen von US-Präsident Donald Trump konfrontiert war, zum anderen Zypern, das in der Nacht auf den 2. März von iranischen Drohnen angegriffen wurde. Ziel war ein britischer Militärstützpunkt auf der Insel. Im einen Fall sorgten Dänemark, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Kanada, Schweden, Großbritannien und Norwegen mit Soldaten für eine kurzfristige Absicherung Grönlands, im Fall von Zypern verlegten Frankreich und Griechenland Kriegsschiffe in die Region, um die Insel im Fall weiterer Angriffe zu verteidigen. Frankreich ist laut diplomatischen Quellen in Brüssel nun eine der treibenden Kräfte, die auf mehr militärische Solidarität innerhalb der EU drängen. Deutschland und weitere Nato-Länder sind zurückhaltender und betonen trotz Kontroversen mit den USA den Vorrang des transatlantischen Bündnisses, das mit seinem Artikel 5 ebenfalls allen Mitgliedern gegenseitigen Beistand garantiert.

„Gerade deshalb müsste die Debatte eigentlich im Interesse der Neutralen liegen“, heißt es aus EU-Ratskreisen. Die wenigen verbliebenen neutralen EU-Länder Irland, Österreich, Malta und Zypern sollten, so diese Argumentation, nicht nur an die Verteidigung ihres Status als neutrales Land denken, sondern auch daran, dass sie selbst in einen militärischen Konflikt geraten oder direkt angegriffen werden könnten. „Es geht doch darum, was geschieht, wenn sie selbst Hilfe benötigen?“

Simulation möglicher Krisen

Ratspräsident António Costa wies in seinem Einladungsbrief an die EU-Regierungschefs für den EU-Gipfel auf das brisante Thema hin, das auch von der zypriotischen Ratspräsidentschaft eingefordert wurde. Im Brief heißt es: „Abschließend wird auch die Bereitschaft (readiness) der Union, auf das schwierige geopolitische und sicherheitspolitische Umfeld zu reagieren, Teil dieser Beratungen sein. Dies könnte vor dem Hintergrund der laufenden Arbeiten Aspekte im Zusammenhang mit Artikel 42 Absatz 7 EUV umfassen.“

Kallas, so heißt es in übereinstimmenden Medienberichten, wird beim Treffen auf Zypern den Startschuss für ein sicherheitspolitisches Planspiel geben. Auf Grundlage mehrerer Szenarien sollen die EU-Mitgliedstaaten klären, was sie im jeweiligen Anlassfall an militärischer und sonstiger Hilfe beitragen könnten. Kommt es beispielsweise zu einem Drohnenangriff auf ein osteuropäisches Land, könnten dies Luftabwehrmaßnahmen sein. Kommt es zu einem massiven Cyber-Angriff, ginge es um die Bereitstellung von Experten zur Lösung des Problems und um eine nachhaltige Abwehr neuer Attacken. Über die konkreten Szenarien ist einstweilen nicht viel bekannt, außer, dass unter anderem simuliert werden soll, wie die restlichen Mitgliedstaaten reagieren, wenn zwei Staaten gleichzeitig einen solchen Beistand benötigen.

Die EU-Botschafter der 27 Mitgliedstaaten sollen die Antworten zusammengetragen und anschließend diskutieren. Eine Anfrage der „Presse“ im Verteidigungsministerium, wie sich Österreich darauf vorbereite, wurde bis zum Redaktionsschluss nicht beantwortet.
https://www.diepresse.com/20791698/sich ... ndspflicht
Zuletzt geändert von theoderich am Fr 1. Mai 2026, 21:16, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Wehrpflichtige größer und deutlich schwerer

https://orf.at/stories/3427757/
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Interview
Iran-Krieg: „Israel strebt Neuordnung in Nahost an“
Die Presse: Ein Kooperationspartner Österreichs und des Bundesheeres in der Region ist Jordanien. Was macht Österreich dort?

Günther Barnet: Uns war schon vor 2023 klar, dass sich die Lage in der Region verschlechtern wird. Daher haben wir uns vor einigen Jahren dazu entschlossen, uns stärker im Nahen und Mittleren Osten zu engagieren, um unseren Beitrag zur Stabilisierung zu leisten. Wir machen das multilateral über unser Unifil-Kontingent im Libanon und bilateral, etwa in Jordanien: Dort konzentrieren wir uns auf die Unterstützung der jordanischen Armee. Ein stabiles Jordanien, das nicht in eine Situation wie der Irak oder Syrien kommt, verhindert nämlich, dass ein Flächenbrand in der Region ausbricht. Wir arbeiten dabei in einem Netzwerk, das Anknüpfungspunkte zur EU und Nato-Staaten hat. Selbst vergleichbare Kleinstaaten wie Tschechien sind dort vertreten. Gerade weil die humanitäre Hilfe global zurückgeht und das massiv spürbar ist, ist es wichtig, das bilaterale Engagement hochzuhalten.

Auch, um weitere Fluchtströme nach Europa zu verhindern?

So ist es. Jordanien hat viele Flüchtlinge aufgenommen und garantiert, dass kein Flüchtling illegal nach Europa kommt. Ich kenne die Zahlen und kann das bestätigen. Jordanien übernimmt Verantwortung und sagt: „Solange ihr uns unterstützt, tragen wir diese schwere Last.“

Wie wirkt sich der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus auf Afrika aus?

Die Lieferungen von Düngemitteln aus dem Nahen und Mittleren Osten bleiben aus. Sie sind besonders für Afrika im Anbau extrem relevant. Es ist jetzt dort die Saatzeit. Das wird sich auf die Ernährungslage in weiten Teilen Afrikas auswirken. Auch schlägt der Spritpreis in einigen Ländern dort viel stärker aus als bei uns: Er liegt teilweise bereits bei 3,84 US-Dollar – bei einer ganz anderen Einkommenssituation als in Österreich.

Welche politische Folgen zeichnen sich ab?

Es befeuert in den Staaten den Diskurs: Wir, der „Globale Süden“, gegen die westliche Welt. Der Diskurs gegen Imperialismus ist vor allem in Ländern stark, die einst westliche Kolonien waren. Zugleich stärkt das die Narrative terroristischer Gruppen: Sie können durch die schlechte Lage immer größere Räume kontrollieren, in denen die Regierungen nicht mehr präsent sind.

Sie sprechen die diversen islamistisch-jihadistischen Gruppen an.

Ja, für die ist die Lage wunderbar. Sie haben im Internet und physisch Zuspruch ohne Ende.

Wie könnte es im Iran-Krieg weitergehen?

Zur Zeit glauben beide Seiten, sie können langfristig gewinnen. Die Tendenz, zur einer Verhandlungslösung zu kommen, scheint aber politisch gegeben zu sein. Das freie Radikal im Sinne der Beurteilung künftiger Entwicklungen ist dabei jedoch Israel.

Inwieweit?

Israel strebt eine Neuordnung des Raumes an, weil dafür die Zeichen günstig stehen und Israel und seine Nachbarn nicht zum Status davor zurückkehren können. Israel kann auch nicht im ständigen Abwehrkampf an all diesen Fronten bleiben, vor allem aus ökonomischen Gründen. Gerade die für die israelische Wirtschaft entscheidenden Tech-Firmen werden von Ex-Militärs getragen, die jetzt zum dritten, vierten, fünften Mal seit 2023 einrücken. Es gibt aber ein Verteidigungsnarrativ, dem sich politisch niemand entgegenstellen kann – und wenn der Krieg aufhört, würden sich sofort viele innenpolitische Fragen in Israel neu stellen. Vergessen wir nicht, dass wenige Tage vor dem 7. Oktober 2023 Hunderttausende Menschen in Israel gegen die geplante Justizreform protestiert haben. Auch die Wehrpflicht für Orthodoxe spaltet die politischen Lager. Viel wird davon abhängen, wie im Herbst die Parlamentswahlen in Israel und die Midterm-Wahlen in den USA ausgehen.

Welche Lehren ziehen Österreich und das Bundesheer aus dem Iran- und Ukraine-Krieg?

Es hat sich herausgestellt: Wenn du die Luft nicht beherrscht, kannst du keine Bodenoperationen durchführen. Und bei der Luftverteidigung darf keine Schicht – von der Abwehr von Drohnen bis hin zu ballistischen Raketen – ausgelassen werden, wenn man nicht angreifbar sein will. Auch die Resilienz in der Bevölkerung spielt hinein. Die Bevölkerung der Ukraine oder Israels ist sehr resilient. Das ist in Europa anders. Wir sperren derzeit zurecht den Luftraum, wenn sich auch nur eine Drohne einem Flughafen nähert. Die Russen greifen damit die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft an. Die Frage ist: Ist eine Bevölkerung so resilient, dass sie das Eindringen einzelner Drohnen in Kauf nehmen kann?
https://www.diepresse.com/20797727/iran ... -nahost-an

Sechs bewarben sich
Neuer Chef für das Bundesheer: Steirer in der Favoritenrolle

https://www.kleinezeitung.at/steiermark ... ritenrolle

Training für die Hilfe aus der Luft

https://burgenland.orf.at/stories/3351360/



https://bsky.app/profile/bundesheerbaue ... 6lax4hfc2l
Zuletzt geändert von theoderich am Fr 24. Apr 2026, 15:29, insgesamt 1-mal geändert.
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Waldbrand: Bundesheer im Einsatz

https://kaernten.orf.at/stories/3351374/
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