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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Verfasst: Sa 20. Jun 2026, 09:38
von iceman
Das man an eine F15 denkt ist für mich nur Größenwahn.
Nimmt der sich selber noch Ernst?

Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Verfasst: Sa 20. Jun 2026, 12:15
von theoderich
Hier geht es um eine Marktsichtung mit einem "Request for Information". Nicht um eine Angebotseinholung!

Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Verfasst: Sa 20. Jun 2026, 12:43
von iceman
alps_spirit hat geschrieben: Fr 19. Jun 2026, 22:16 Vielleicht F 16V. Türkei hätte gute Drohensysteme, aber deren Flugzeuge werden wir ebenso wenig sehen wie koreanische.
Vielleicht noch den Hürjet, der könnte Überschall.
Mit Kooperation von Airbus an Spanien verkauft.
Kostet wahrscheinlich nur die Häfte einer F16.

Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Verfasst: Sa 20. Jun 2026, 14:06
von iceman
theoderich hat geschrieben: Sa 20. Jun 2026, 12:15 Hier geht es um eine Marktsichtung mit einem "Request for Information". Nicht um eine Angebotseinholung!
Typischerweise guckt man sich immer nach den teuersten um.

Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Verfasst: Sa 20. Jun 2026, 19:00
von alps_spirit
iceman hat geschrieben: Sa 20. Jun 2026, 09:38 Das man an eine F15 denkt ist für mich nur Größenwahn.
Nimmt der sich selber noch Ernst?
Ich glaube man hat einfach F15 und F16 verwechselt. In der ZiB war ja vor vielen Jahren ein Beitrag über den EF und gezeigt haben sie einen Rafale. Qualität schaut anders aus.

Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Verfasst: So 21. Jun 2026, 00:43
von Merlin
Wir schon an anderer Stelle erwähnt, wäre die F-15EX für die Österreich-spezifischen Anforderungen (air policing, Luftraumsicherung und, äußerst beschränkt, Luftraumverteidigung => hohe Verfügbarkeit, climb rate, dash speed, time on station, leistu gsstarkes Radar, großes Magazin zur Bekämpfung von Drohnenschwärmen,… wichtiger als statt Stealth, low altitude interdiction capability gegen modernes IADS etc.) gar nicht so abwegig.

Sie ist natürlich keine ideale Lösung weil teure Betriebskosten (wieviel höher als zweistrahlige EF wenn man Kosten für Personal und Infrastruktur für aktive LRÜ dazurechnet?), US-Abhängigkeit, Insellösung in Europa, etc, aber in Produktion, ‚funktioniert’ vollumfänglich, alles Doppelsitzer, bei den Amis, Israel und möglicherweise auch in Asien noch lange im Einsatz - in den USA vermutlich länger als die F-16.

Wenn man sich schon US Flieger antut, dann wären mir ‚für die hiesigen Hauptaufgaben’ (!) die F-15 (aber auch Block 70 Vipers hinsichtlich Betriebskosten und europäische Nutzer) lieber als die F-35.

Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Verfasst: So 21. Jun 2026, 07:36
von capitan
Meine bescheidene Meinung dazu:
  • es werden nochmals 12 M346 FA geordert
  • es kommen 12 überschallfähige Irgendwas plus 3 Zweisitzer - höhwahr EF T 4, da hier die Infrastruktur und sonstiges schon vorhanden/eingespielt ist
Diese Lösung ist technisch, personell, budgetär und einsatztaktisch bewältigbar und der Operettenstaat kann sein Gesicht wahren, von einer strategischen Abhaltefähigkeit brauchen wir nicht zu reden - wir sind zur Zeit von lauter NATO Mitgliedern umgeben und Russland ist froh den Krieg in der Ukraine irgendwie bewirtschaften zu können.

Der wahre Feind/Aufgabe lauert mM ganz woanders!

Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Verfasst: So 21. Jun 2026, 18:44
von muck
alps_spirit hat geschrieben: Sa 20. Jun 2026, 19:00
iceman hat geschrieben: Sa 20. Jun 2026, 09:38 Das man an eine F15 denkt ist für mich nur Größenwahn.
Nimmt der sich selber noch Ernst?
Ich glaube man hat einfach F15 und F16 verwechselt. In der ZiB war ja vor vielen Jahren ein Beitrag über den EF und gezeigt haben sie einen Rafale. Qualität schaut anders aus.
Mit Sicherheit eine Verwechslung, denn warum sollte man ausgerechnet die F-15 in Betracht ziehen, aber die F-16 nicht?

F-16 wäre ja noch halbwegs sinnvoll. Wobei selbst deren Beschaffung meiner Ansicht nach absoluter Unsinn wäre. Wenn man schon in der Generation 4 bzw. 4,5 verbleibt, ist eine neuere Variante der Typhoon die einzige vernünftige Lösung. Ja, die F-16V oder eine Gripen mögen geringere Betriebskosten haben, bringen aber einen Rattenschwanz an Folgekosten mit.

Typhoon Tranche 4+ bedeutet einen geringeren Umschulungsaufwand, Spezialwerkzeuge und Ersatzteile können größernteils weiter genutzt werden, es braucht keine neuen Simulatoren, keine baulichen Veränderungen, usw. usf. Das spart einen dreistelligen Millionenbetrag, und zwar ad hoc.

Ansonsten wechselt man zur 5. Generation.

Aus militärischer und fiskalischer Sicht erscheint alles andere maximal unsinnig.
capitan hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 07:36 Meine bescheidene Meinung dazu:
  • es werden nochmals 12 M346 FA geordert
  • es kommen 12 überschallfähige Irgendwas plus 3 Zweisitzer - höhwahr EF T 4, da hier die Infrastruktur und sonstiges schon vorhanden/eingespielt ist
Wenn ich die Debatte in den österreichischen Medien so verfolge, scheint mir eins gewiss: Eine Folgebestellung M-346 würde mit Sicherheit zur ersatzlosen Ausphasung der Typhoon führen.

Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Verfasst: So 21. Jun 2026, 19:36
von Woyzeck
muck hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 18:44 F-16 wäre ja noch halbwegs sinnvoll. Wobei selbst deren Beschaffung meiner Ansicht nach absoluter Unsinn wäre. Wenn man schon in der Generation 4 bzw. 4,5 verbleibt, ist eine neuere Variante der Typhoon die einzige vernünftige Lösung. Ja, die F-16V oder eine Gripen mögen geringere Betriebskosten haben, bringen aber einen Rattenschwanz an Folgekosten mit.
Über eine Nutzungsdauer von mindestens 30 Jahren sind die Betriebskosten der relevante Faktor, da sich die Migrationskosten ja über die gesamte Nutzungsdauer aufteilen. Ein zweistrahliges Flugzeug hingegen ist mit einem Schlag um mindestens 1/3 im Betrieb teurer (Triebwerke und deren Wartung sind der größte Kostentreiber bei einem Flugzeug) - das geht sich einfach nicht aus mit Typhoon/Rafale/F-15 gegen Gripen/F-16.
muck hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 18:44 Typhoon Tranche 4+ bedeutet einen geringeren Umschulungsaufwand, Spezialwerkzeuge und Ersatzteile können größernteils weiter genutzt werden, es braucht keine neuen Simulatoren, keine baulichen Veränderungen, usw. usf. Das spart einen dreistelligen Millionenbetrag, und zwar ad hoc.
Ein Typhoon T4 hat mit einem Typhoon T1 kaum mehr etwas gemeinsam, jedenfalls keine Ersatzteile (von denen gibt es außerdem ja ohnehin nur wenig). Das ist faktisch ein neues Flugzeug und das Personal muss komplett neu eingeschult werden. Die Ersparnis ist da relativ gering (bauliche Infrastruktur) - erneut nichts im Vergleich zu den Betriebskosten.
muck hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 18:44 Ansonsten wechselt man zur 5. Generation.
Bloß: Da gibt es faktisch nur die F-35 und die scheidet aus mehreren Gründen komplett aus. Auf Gen 6 wird man wohl nicht warten können, also wird es Gen 4/4.5. Und für das, was wir hier tatsächlich tun werden bzw. tun können bzw. tun dürfen, ist das völlig ausreichend. Wichtiger als das Flugzeug wären Bewaffnung, Flugstunden, Sensorverbund, Teilnahme an internationalen Übungen etc. Typhoon T1 mit 1,5 Kurzstreckenlenkwaffen pro Flugzeug - so modern sie damals auch waren - haben einen Verteidigungswert von Nahe Null. Eine Wiederholung dieses Desasters wäre der Worst Case.

Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Verfasst: So 21. Jun 2026, 21:14
von iceman
capitan hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 07:36 Meine bescheidene Meinung dazu:
  • es werden nochmals 12 M346 FA geordert
  • es kommen 12 überschallfähige Irgendwas plus 3 Zweisitzer - höhwahr EF T 4, da hier die Infrastruktur und sonstiges schon vorhanden/eingespielt ist
Diese Lösung ist technisch, personell, budgetär und einsatztaktisch bewältigbar und der Operettenstaat kann sein Gesicht wahren, von einer strategischen Abhaltefähigkeit brauchen wir nicht zu reden - wir sind zur Zeit von lauter NATO Mitgliedern umgeben und Russland ist froh den Krieg in der Ukraine irgendwie bewirtschaften zu können.

Der wahre Feind/Aufgabe lauert mM ganz woanders!
Wobei der Betrieb von 24 M346 immer noch um zwei Drittel billiger wäre, als der Betrieb von 15 Jets.