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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 18:56
von Woyzeck
propellix hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 18:42 DAS Hauptproblem ist, dass es bei der internationalen Schule in Lecce ZWEI Ausbildungsplätze IM JAHR für Österreich gibt, wenn stets ein österreichischer Fluglehrer vor Ort ist. Damit können nicht einmal die ABGÄNGE adäquat ersetzt werden, geschweige denn Aufwuchs erzeugt werden!!! Und es fehlt damit year round ein hochqualifizierter Pilot!
Die internationale Nachfrage übersteigt jedwedes Angebot bei weitem!
Und mit dem FA Modell ist der Fähigkeitsaufwuchs Luft-Boden und AtA möglich. Das bekommt auch in Lecce keiner, weil die dortigen Maschinen wirklich reine Trainer sind. Und zur Bekämpfung von MALE-Drohnen genügen der 346er allemal. Ich langweile Euch ja nur ungern mit den Realitäten, aber mit genau diesen Infos hat der BigBoss mich als vormaligen Skeptiker überzeugt.
Ich kann das ehrlicherweise nicht beurteilen und kann mir schon vorstellen, dass die Nachfrage aktuell hoch ist, aber so ganz schlüssig ist das dennoch nicht. Es gibt ja nicht nur Lecce, sondern man kann Piloten auch woanders ausbilden. Und selbst wenn - 12 komplett aufgemotzte M-346 braucht es dazu nicht, denn die gibt es ja nicht mal dort, wo wir unsere Piloten derzeit ausbilden. Und so niedrig wird der Klarstand eines Trainers nicht sein. Das Kostenersparnisargument halte ich jedenfalls für an den Haaren herbeigezogen. Ich gründe ja auch keine Fahrschule, weil mir der Führerschein zu teuer ist.
Dazu kommt die Frage, ob das Bundesheer überhaupt dazu in der Lage ist, eine solche Ausbildung in ähnlicher Qualität selbst durchzuführen. Wer sollen denn da die Fluglehrer sein ? Erfahrende Bundesheerpiloten, die faktisch nicht an internationalen Übungen teilnehmen und deren härtester Einsatz bisher das Knipsen eines Airliners war, der vergessen hat, sein Funkgerät einzuschalten ? Come on, das ist doch lächerlich. Von irgendwas jenseits LRÜ haben wir doch keine Ahnung. Luft-Boden - das ich nicht lache. Das haben wir zuletzt mit den Saab 105 mit ungelenkten Raketen geübt und zwischenzeitlich hat sich technologisch doch ein bisserl was getan - von den realen (Un-)Möglichkeiten, mit einem Kampfflugzeug heute in Frontnähe herumzugurken mal abgesehen.

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 19:05
von Timor
iceman hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 14:39 Die Krot mit der c390 hat man schlucken müssen, sonst steht man komplett ohne da..,.
Sehe ich nicht so. Mir wär lieber wir stünden dort „ohne“ da, als in naher Zukunft bei der Artillerie oder ins sonstigen wichtigen Bereichen..
Zudem eine C390 für die Landesverteidigung eher wertlos ist, verglichen mit Artillerie.

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 20:39
von theoderich
Die C-130K waren jedenfalls in den letzten 24 Jahren um ein Vielfaches häufiger im Einsatz, als die M-109A5Ö.

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 20:39
von Interessierter
propellix hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 18:42 DAS Hauptproblem ist, dass es bei der internationalen Schule in Lecce ZWEI Ausbildungsplätze IM JAHR für Österreich gibt, wenn stets ein österreichischer Fluglehrer vor Ort ist. Damit können nicht einmal die ABGÄNGE adäquat ersetzt werden, geschweige denn Aufwuchs erzeugt werden!!! Und es fehlt damit year round ein hochqualifizierter Pilot!
Die internationale Nachfrage übersteigt jedwedes Angebot bei weitem!
Und mit dem FA Modell ist der Fähigkeitsaufwuchs Luft-Boden und AtA möglich. Das bekommt auch in Lecce keiner, weil die dortigen Maschinen wirklich reine Trainer sind. Und zur Bekämpfung von MALE-Drohnen genügen der 346er allemal. Ich langweile Euch ja nur ungern mit den Realitäten, aber mit genau diesen Infos hat der BigBoss mich als vormaligen Skeptiker überzeugt.
Alles schön und gut und richtig, wie geschrieben. Auch wird dir der Promberger (nehme an den meinst?) natürlich nix Gegenteiliges sagen.

Wie gesagt, was hier fehlt, ist die Berücksichtigung der Opportunitätsmöglichkeiten, sozusagen. Artillerie, Beweglichkeit der Truppe, Flugabwehr. Das schränkt das alles ein. Ähnliches oder gar schlimmeres Thema hier mMn: die C390...

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 20:42
von Interessierter
theoderich hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 20:39 Die C-130K waren jedenfalls in den letzten 24 Jahren um ein Vielfaches häufiger im Einsatz, als die M-109A5Ö.
Das mag mit Hinblick auf Evakuierungen von Österreichern, die sich in irgendwelchen Ländern trotz Reisewarnung verfranzt haben und Versorgung von Auslandsmissionen stimmen. Wenn man aber jetzt eine Streitkraft auf das Fähigkeitsbild Landesverteidigung ausrichtet, ist dieser Fähigkeitsfokus schon auch kritisch zu hinterfragen. Insofern zieht das Argument nicht.

Ich möchte im Übrigen daran erinnern, dass wir eine Brigade haben, die überhaupt keine Artillerie hat.

Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Verfasst: Sa 13. Jun 2026, 21:47
von iceman
Timor hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 19:05
iceman hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 14:39 Die Krot mit der c390 hat man schlucken müssen, sonst steht man komplett ohne da..,.
Sehe ich nicht so. Mir wär lieber wir stünden dort „ohne“ da, als in naher Zukunft bei der Artillerie oder ins sonstigen wichtigen Bereichen..
Zudem eine C390 für die Landesverteidigung eher wertlos ist, verglichen mit Artillerie.
Vielleicht hätten auch drei Flieger gereicht?

Also wenn man skyshield beitritt und dann auf mrad verzichtet wäre das eine Riesen Blamage für Österreich!
Ganz Europa hat sich mit Flugabwehrraketen eingedeckt und bei uns werden hauptsächlich Transporthubschrauber beschafft.
Ehrlich gesagt, man hätte sich vor einigen Jahren mit 18 Lions und 24 black hawks alle zehn Finger abgeschleckt, warum noch weitere 18?

Zur m 346:
Wenn bei Leopard und Ulan das billigste gerade gut genug ist, kann man nicht einen high end ajt beschaffen, und der Rest der Landstteitkräfte geht leer aus.
Zur Pilotenausbildung hätte es eine l39ng oder eine m345 vielleicht auch getan (Ungarn kommt mit acht l39ng aus) oder man lässt weiter im Ausland ausbilden, weil man kann das Geld nur einmal ausgeben und andere Waffengattungen gibt es auch noch.
Und bitte jetzt nicht das Argument, dass die M346 der einzige war, der alle Anforderungen erfüllt hat.