NASAMS gäbe es auch noch.
SAMP/T NG kann Lenkwaffen im MRAD- und im LRAD-Bereich verschießen (Aster 15: über 30 km; Aster 30: über 120 km [
MBDA] / über 150 km [EUROSAM];
Aster 30 B1NT: über 120 km/über 150 km).
Deutschland, die Schweiz und Österreich vereinbaren engere Zusammenarbeit ihrer Luftstreitkräfte.
Im Rahmen eines Treffens zwischen den Luftwaffenchefs aus Deutschland, Generalleutnant Ingo Gerhartz, der Schweiz, Divisionär Peter Merz und Österreichs, Generalmajor Gerfried Promberger wurde am 17. Jänner 2025 in Wien eine Kooperationsvereinbarung zur weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit der Luftstreitkräfte unterzeichnet.
Diese Zusammenarbeit umfasst die Bereiche Weiterentwicklung der bodengebundenen Luftverteidigung, Fähigkeitsentwicklung, effiziente Nutzung von Ressourcen und Infrastruktur sowie Interoperabilitätsbereiche.
Darüber hinaus sollen im Rahmen von gemeinsamen Übungen, Ausbildungslehrgängen und gegenseitigem Austausch gemeinsame Verfahren erarbeitet werden, um die Zusammenarbeit weiter zu fördern und zu vertiefen.
Zu diesem Zweck wird jährlich ein Air Chiefs‘ Meeting im D-A-CH-Format stattfinden.
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Kippt FPÖ Sky Shield?
„Können uns nicht verlassen, dass anderer schießt“
Die Meinungen in den Parteien gehen mitunter deutlich auseinander, in den jetzigen Regierungsverhandlungen wird ESSI trotzdem eine zentrale Rolle spielen. Fakt ist, dass Russlands Angriffskrieg in der Ukraine auch ein Schlaglicht auf die Verteidigungsfähigkeit Österreichs warf. Offenbar wurde, dass heimische Mittel zur bodengebundenen Luftverteidigung veraltet und nur von sehr kurzer Reichweite seien. Um sich bei Bedarf adäquat verteidigen zu können, müsse nachgerüstet werden. Sky Shield, dem sich bis dato 21 Länder anschließen wollen, mache dies möglich.
Generalleutnant Bruno Hofbauer, stellvertretender Generalstabchef und Chefplaner/Einkäufer des Österreichischen Bundesheeres, ordnet das Vorhaben ein: „Sky Shield als Air-Defence-System ist am Ende einfach ein Angebot aus Deutschland, um gemeinsam Mittelstrecken-Raketen zu beschaffen, bei der Verteidigung zu kooperieren und sich an ein System anzubinden. Es geht nicht darum, sich der NATO einzugliedern!“
Durch die Zusammenarbeit aller teilnehmenden Staaten sollen Luft- und Raketenabwehrsysteme rascher beschafft werden, es gehe aber auch um gemeinsame Schulungen, Übungen und Instandhaltungsarbeiten sowie einen verbesserten Informationsaustausch. Letztlich sollen und müssen einzelne Länder ihren Luftraum trotzdem selbst aktiv schützen – so auch Österreich. „Wir müssen selbst bestimmen, wann oder auf was die österreichische Luftwaffe schießt.“
„Zunehmende Bedrohung aus der Luft“
Die Luftverteidigung zu vernachlässigen, sei laut Hofbauer in Zeiten wie diesen fahrlässig: „Es gibt eine zunehmende Bedrohung aus der Luft. Wie man etwa auch bei den Huthi-Rebellen im Yemen sieht, die einen amerikanischen Trägerverband angreifen, oder wenn die Luftabwehr in Israel überlistet wird. Wir können es uns einfach nicht leisten, in der Mitte von Europa als einziger kein Luftverteidigungssystem zu haben. Wir können uns nicht darauf verlassen, dass wer anderer für uns schießt!“
Bezüglich Kurzstrecken- bzw. Drohnen-Flugabwehr rüstete Österreich bereits nach, u.a. wurden 36 „Skyranger“ bestellt und die 35-mm-Zwillingsgeschütze modernisiert. Durch Sky Shield soll die Flugabwehr mit Raketen mittlerer Reichweite (40 km), etwa durch in Deutschland produzierte IRIS-T-Systeme, auf Sicht aber auch jene mit hoher Reichweite (ab 50 km) ausgebaut werden. Ein langwieriger Prozess. „Die Ausbildung, um dieses System zu verstehen, dauert acht bis zehn Jahre“, weist Hofbauer auf die Wichtigkeit der Zusammenarbeit hin.
Und das auch in monetärer Hinsicht: „Wenn wir selbst als Käufer für Raketen anstatt im Verbund aufzutreten, wird es natürlich teurer“, sagt der Experte. Bei gemeinschaftlichen Beschaffungen könnten bis zu 20 Prozent Preisvorteil erreicht werden. Was bei geschätzten Kosten für die Raketensysteme von 8 Milliarden Euro immerhin 1,6 Milliarden an Einsparung für Österreich wären.
Zudem könne man bei Systemanpassungen während des Betriebes „gemeinsam viel stärker gegenüber der Industrie auftreten“.
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