Medienberichte 2026

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theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Absage von Minister
Keine Eurofighter: Budget sprengt Rüstungspläne

https://www.krone.at/4177241


Wer will aufsteigen? Das Bundesheer sucht Piloten-Nachwuchs
Ein paar Dutzend junger Burschen stehen in einem Gebäude des Flugplatzes Langenlebarn im Bezirk Tulln. Sie alle haben die Stellung hinter sich gebracht und wissen, dass sie körperlich für eine Pilotenausbildung geeignet sind. „Körperlich“ - die Einschränkung ist wichtig, denn das alleine reicht nicht, wie die Burschen bald erfahren werden. Sie wurden zum Piloten-Informationstag eingeladen, um zu erfahren, was sie erwartet, sollten sie eine Karriere im Cockpit anstreben.

Nachdem alle ihre Daten angegeben haben, geht's ab in den Hörsaal, der auch tatsächlich so heißt. Dort empfängt sie Andreas Huemer, seit 1992 Pilot beim Bundesheer und einer jener wenigen, die den Eurofighter fliegen. Eineinhalb Stunden lang werden die Burschen an seinen Lippen hängen, nicht einmal ein Hüsteln ist zu hören.

Fliegerisches Personal

„Wir Piloten sind die Spitze des Eisberges“, sagt Huemer, „wenn wir aufsteigen, haben viele Leute vieles richtig gemacht.“ Denn neben denen, die Jets, Hubschrauber oder Transportflugzeuge fliegen, brauche es ungleich mehr an fliegerischem Personal: Fluglotsen, Techniker, Controller. Auch für sie gelten hohe Anforderungen wie Belastbarkeit, Stressresistenz, räumliches Vorstellungsvermögen – all das, was Piloten auch mitbringen müssen.

In Österreich werden für die Pilotenausbildung nur die Besten genommen. Die Truppe ist so klein und das Feld der tauglichen Bewerber so eng, dass man sich keine Ausfälle leisten kann, erläutert Pilot Huemer. Das bedeutet, dass die Zahl der Auszubildenden schwanken kann.


Strenges Auswahlverfahren

Wer Militärpilot werden will, muss ein fünfstufiges Auswahlverfahren durchlaufen, das sich über 12 Monate zieht. Es beginnt mit einer psychologischen Voruntersuchung, bestehend aus mehrstündigem Intelligenztest, dem ein vierstündiger fliegerspezifischer Test folgt. Ein Tag unter Stress also.

Wer nicht besteht, kann diesen Test einmal nach 12 Monaten wiederholen. 450 Bewerber waren im Vorjahr zu diesem Auswahlverfahren angemeldet, „maximal zehn bis zwölf bleiben übrig“ umreißt Huemer, wie hier ausgesiebt wird.

Wirbelsäule beansprucht

Wer das hinter sich gebracht hat, wird medizinisch auf Herz und Nieren getestet. Piloten sind extremen körperlichen Belastungen ausgesetzt. Besonders die Wirbelsäule wird beansprucht. Weshalb Piloten, ähnlich wie Formel-1-Fahrer, ihre Nackenmuskeln mit Gummibändern trainieren.

Es folgt das „fliegerische Assessment“, bei dem die Anwärter soziale Kompetenz und Teamfähigkeit unter Beweis stellen müssen. An der Stelle kann es für Anwärter auch ein bisschen gemein werden, sagen die Ausbildner: es werden Aussagen angezweifelt, unangenehme Fragen gestellt. Wie reagieren die potenziellen Piloten darauf?
Die ersten 24 Monate der Ausbildung sind für alle Anwärter gleich, erst dann muss man eine Entscheidung treffen: Hubschrauber, Transportmaschine oder Jet? Individuellen Wünschen kann dabei nicht immer entsprochen werden, entscheidend ist der Bedarf des Bundesheeres.

Jetpiloten werden in Sardinien trainiert

Vier Standorte für Militärpiloten gibt es in Österreich: Langenlebarn, Hörsching, Zeltweg und Aigen im Ennstal. Jene, die sich für eine Jetausbildung entscheiden, werden in Italien (Lecce auf Sardinien) ausgebildet, weil das Bundesheer diese Ausbildung in Österreich derzeit nicht anbieten kann.

Deshalb wird dieses Ausbildungsmodul zugekauft. Und noch eine Spezialität gibt es bei den Jetpiloten: Sie brauchen eine Matura, denn in Italien müssen Piloten Offiziere sein – was eine Matura voraussetzt.
Drei Jahre zur Ausbildung ins Ausland

Eine Ausbildung auf einem Militärjet bedeutet jedenfalls drei Jahre Auslandsaufenthalt. „Ihr seid nicht immer zuhause, ich sage das in Zeiten der Work-Life-Balance nur dazu“, merkt Huemer an.
Wer die teure und aufwendige Ausbildung zum Militärpiloten absolviert, muss sich ab Beginn der fliegerischen Ausbildung für zehn Jahre Dienst beim Bundesheer verpflichten.

Am Ende seines Vortrags kommt Huemer noch auf einen möglichen Ernstfall zu sprechen: Wer im Cockpit sitze, könne durchaus einmal eine Schussfreigabe bekommen, „Neutralität hin oder her“. Allen müsse klar sein, dass das hier das Militär sei. Für Huemer kein Thema: „Ich habe den besten Job der Welt.“
https://kurier.at/chronik/niederoesterr ... /403168497


Pressestunde: mit Markus Marterbauer, Bundesminister für Finanzen, SPÖ

14.6.2026, 11:05 Uhr | ORF 2
Kritik an Budget für Bundesheer: Hat Sicherheit keinen Vorrang mehr?

Klaus Webhofer (ORF): "Ich möcht' noch ein anderes Thema ansprechen, das vorhin auch in den ... in der ZIB schon aufgetaucht ist. Das Bundesheer bekommt zwar nächstes Jahr ein wenig mehr Budget, ungefähr 100 Millionen, entfernt sich aber trotzdem immer weiter vom Regierungsziel, muss man sagen, nämlich, dass 2032 zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung ausgegeben werden sollen. Das ist ja auch so ein europäisches Ziel, muss man dazusagen. Hat Sicherheit keinen Vorrang mehr in der Regierung?"

Markus Marterbauer (Finanzminister, SPÖ): "Wir sind in einem Spar-, in einer Sparphase, in einer Sanierungsphase, und das wird von allen Regierungsparteien geteilt, auch von allen Ministerien. Alle sind wirklich dahinter, und bemühen sich, einzusparen."

WEBHOFER: "Aber es gibt dieses Commitment, zwei Prozent der Aus ... des BIP."

MARTERBAUER: "Ja, das kann ich nur, da kann ich Ihnen in dem Sinn nur recht geben, als im jetzigen Doppelbudget und dann im Bundesfinanzrahmen, der ja bis 2031 reicht, die zwei Prozent nicht sichtbar sind. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir gewisse Anschaffungen, die sich das Verteidigungsressort besonders prioritär wünscht, ermöglichen. Da geht es zum Beispiel um diese Leonardo-Jettrainer, also wir bekommen Flugzeuge ab dem Jahr 2028, oder um die Mittelstreckenraketen, MRAD-Beschaffungsprogramm, auch das ist im Budget abbildbar. Aber sehr viel weiter geht's nicht. Und wenn man das in Relation zum BIP ausdrücken will, weil Sie das Zwei-Prozent-Ziel genannt haben, dann ist in der Rechnung des Bundesheeres, auf die sich die zwei Prozent auch beziehen, sind wir etwa bei 1,2 Prozent im Moment. Und das ist im Wesentlichen stabil für die nächsten Jahre. Wir haben ..."

WEBHOFER: "Dort werden wir dann auch 2032 sein, nur bei 1,2 Prozent."

MARTERBAUER: "Wir haben aber auch beschlossen in der Bundesregierung, dass wir das Thema, um das es sich ja oft dreht, die öffentliche Debatte, die Nachfolge der Eurofighter, die ganz, ganz teuer wird - angeblich, ich kann nur nacherzählen, was mir gesagt wird, fünf bis zehn Milliarden Euro, also so viel Geld, das kann ich mir gar nicht vorstellen, wie viel das ist - dass diese ... dieser Beschaffungsvorgang jetzt nicht im Zuge der Budgeterstellung geklärt wird, das haben wir geklärt, sondern dass wir im Herbst einen Prozess definieren werden, wie wir dort zu einer Entscheidung kommen. Das wird ganz, ganz schwierige Entscheidung, ganz, ganz schwierig!"

WEBHOFER: "Nur ganz kurz: Bei Ihnen hat man wirklich immer den Eindruck ein wenig, wenn man Sie über diese Flugzeuge reden hört, Sie haben eine gewisse Aversion dagegen, oder es interessiert Sie überhaupt nicht. Eigentlich Sie finden das gar nicht notwendig, dass man das hat. Stimmt der Eindruck?"

MARTERBAUER: "Ich kann das nicht beurteilen, ob wir das brauchen oder nicht, ja. Ich bin ein Ökonom und kein Verteidigungsexperte. Mein Wunsch ans Verteidigungsressort, an die Ministerin, war eine Prioritätenliste: Was ist das Wichtigste, zweit-, dritt- und so weiter. Da sind wir vorangekommen und die wichtigsten Maßnahmen sind auch abgehakt. Ich habe sie vorher, vorher Teile davon aufgezählt. Ich kann nicht beurteilen, ob wir 32, 36 oder was auch immer Abfangjäger brauchen..."

WEBHOFER: "Überhaupt welche."

MARTERBAUER: "... das ist nicht mein Job als Ökonom, ja. Ich schaue auf das Budget."
https://on.orf.at/video/14326892/presse ... anzen-spoe
Timor
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von Timor »

Gerade gelesen, aus dem Aufbauplan wird ein Abbauplan. Ca 500 Planstellen fallen im Heer weg.
Und beim „Aufbauplan“ fehlen 12 Milliarden.
Dachte es sind ca 16 Mrd, die investiert werden- werden somit nur 4 Mrd investiert, wenn jetzt 12 fehlen???
Und die 4 dürften mit C390, Jet Trainer und Hubschrauber eh schon fast vergeben sein oder?
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Timor hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 18:08 Dachte es sind ca 16 Mrd, die investiert werden- werden somit nur 4 Mrd investiert, wenn jetzt 12 fehlen???
Nein, die 12 Milliarden sind die Ablage zwischen der Budgetprognose (mit jährlichen Zielwerten, basierend auf dem BIP-Anteil der Verteidigungsausgaben und den Pensionsleistungen für ehemalige Militärangehörige) für die Umsetzung des "Aufbauplans" und dem Bundesfinanzrahmengesetz.
Zuletzt geändert von theoderich am So 14. Jun 2026, 18:24, insgesamt 1-mal geändert.
Timor
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von Timor »

Okay, vielen Dank.
Aber mit den großen Beschaffungen wars das jetzt im Großen und Ganzen oder?
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Wenn man nach dem Landesverteidigungsbericht geht, ja. Ein großer Teil der Vorhaben wird nicht umgesetzt und auf einen unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft verschoben. Was übrig bleibt wird massiv zusammengestrichen und es werden nur noch ausgewählte Truppenteile teilausgerüstet (z.B. ist die Modifikation der bestehenden StG77, wenn man nach dem Landesverteidigungsbericht geht, bis zu einem gewissen Grad unfinanzierbar). "Von wenigem ein bisschen, aber von nichts genug."
iceman
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von iceman »

Wäre ich Bundespräsident und somit Oberbefehlshaber des Bundesheeres würde ich die Frau Tanner und die Verantwortlichen des Generlstabes in die Hofburg zum Rapport bitten und um Aufklärung bitten.
Es ist doch nicht erst seit der Budgetrede bekannt, dass der Aufbauplan Geschichte ist.
Schon bei der Unterzeichnung des Kaufvertrages der M346 bekam der FM Sorgenfalten, völlig ungeniert hausierte man mit der utopischen Zahl von zehn Mrd für den EF Nachfolger.
Die Verlängerung des Wehrdienstes ist im Budget noch gar nicht abgedeckt.
Die Tanner ist reif für den Rücktritt, der Gemeralstab hat viel zu lange mit falschen Zahlen geplant.
Ich wette, die Krone wird jetzt, da die Zahlen der Bevölkerung bekannt sind, eine Kampagne gegen eine Wehrdienstverlängerung starten - warum länger in einer Armee dienen, wo das Sturmgewehr nächstes Jahr seinen 50. Geburtstag feiert?
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

Guten Morgen
Hart – aber gerecht? | Verhaltener Applaus
Verhaltener Applaus für die Regierung, besser gesagt für den Finanzminister, kommt heute in der „Krone“ von Claus Pándi. Er findet in seinem Kommentar in Bezug auf die Budgeterstellung, dass es in seltenen Fällen auch ein Vorteil sein kann, kein Geld zu haben und bezieht das auf die „von der Einkaufsliste gecancelten“ Kampfjets für das Bundesheer. Die streiche der Finanzminister nicht „aus Jux und Tollerei“, denn Markus Marterbauer fehlen für Flugzeuge und anderes militärisches Spielzeug schlicht die Mittel. Pándi meint, dass es auch „abartig“ wäre, „würde man in einem der härtesten Sparbudgets seit Langem bei Bildung und Pensionen kürzen, aber für das Bundesheer einfach so ein paar Milliarden lockermachen“. Ja, das wäre wohl wirklich abartig.
https://www.krone.at/4177756

iceman hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 23:17 Wäre ich Bundespräsident und somit Oberbefehlshaber des Bundesheeres würde ich die Frau Tanner und die Verantwortlichen des Generlstabes in die Hofburg zum Rapport bitten und um Aufklärung bitten.
Es ist doch nicht erst seit der Budgetrede bekannt, dass der Aufbauplan Geschichte ist.
Schon bei der Unterzeichnung des Kaufvertrages der M346 bekam der FM Sorgenfalten, völlig ungeniert hausierte man mit der utopischen Zahl von zehn Mrd für den EF Nachfolger.
Die Verlängerung des Wehrdienstes ist im Budget noch gar nicht abgedeckt.
Die Tanner ist reif für den Rücktritt, der Gemeralstab hat viel zu lange mit falschen Zahlen geplant.
Da übertreiben Sie aber vollkommen. Sie wollen die Ministerin und den Generalstab für Öffentlichkeitsarbeit zugunsten des Aufbauplans ÖBH 2032+ und einer funktionierenden aktiven LRÜ zur Rechenschaft ziehen? Ernsthaft?!?

Was glauben Sie, wie die Einvernehmensherstellung bei Rüstungsprojekten verläuft? Von angeblichen "Sorgenfalten" des Finanzministers sind diese jedenfalls nicht abhängig.
Zuletzt geändert von theoderich am Mo 15. Jun 2026, 13:00, insgesamt 1-mal geändert.
iceman
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von iceman »

Ich habe geschrieben um Aufklärung.
Ich würde sagen, die haben die Öffentlichkeit zum Narren gehalten.
Zuletzt geändert von iceman am So 14. Jun 2026, 23:57, insgesamt 1-mal geändert.
Woyzeck
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von Woyzeck »

theoderich hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 23:24 Da übertreiben Sie aber vollkommen. Sie wollen die Ministerin und den Generalstab für Öffentlichkeitsarbeit zugunsten des Aufbauplans ÖBH 2032+ und einer funktionierenden aktiven LRÜ zur Rechenschaft ziehen? Ernsthaft?!?

Was glauben Sie, wie die Einvernehmensherstellung bei Rüstungsprojekten verläuft? Von angeblichen "Sorgenfalten" des Finanzministers sind diese jedenfalls nicht abhängig.
Allerdings muss die Frage sehr wohl erlaubt sein, warum man zu einem Zeitpunkt, als die Budgetsituation gut bekannt war und wir uns bereits in einem Defizitverfahren befanden, eine dermaßen übertriebene Trainerbeschaffung (Stückzahl, Ausstattung) eingeleitet wurde bzw. warum man sich nicht um Alternativen bemüht hat. Durch diese mMn nicht angemessene Beschaffung wurden weit wichtigere Investitionen verunmöglicht bzw. weit nach hinten geschoben. Das ist schon ein Versagen der Beschaffungspolitik und natürlich muss man das sowohl den militärischen, als auch den politischen Entscheidungsträgern anlasten. Und dass man in einer solchen Situation nicht einfach 10 Mrd. für Kampfflugzeuge bekommen wird, sollte auch einleuchten. So zu tun, als gäbe es die Budgetrealitäten nicht, ist grotesk.
theoderich
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Re: Medienberichte 2026

Beitrag von theoderich »

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