Entwicklungen Luftraumüberwachung

Flächenflugzeuge, Hubschrauber, Großgerät, Fliegerhorste, ...
iceman
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman »

theoderich hat geschrieben: Fr 12. Jun 2026, 22:11
Timor hat geschrieben: Fr 12. Jun 2026, 22:06Vielleicht kaufen wir ja gebrauchte…
Woher? Wer könnte uns gebrauchte Kampfflugzeuge für einen niedrigen zwei- bis dreistelligen Millionenbetrag verkaufen?
Gebrauchte schwedische Gripen C leasen?
theoderich
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Angesichts der Kosten, die z.B. Tschechien seit Jahren für nur 14 JAS-39C/D begleicht, wäre das keine Option. Mit den neuen Leasingvertrag bezahlt das tschechische Verteidigungsministerium für 12 JAS-39C/D, Wartung und Pilotenausbildung von 2027 bis 2031 ca. 550 Mio. EUR und muss außerdem 130 Mio. EUR für die Modernisierung der Flugzeuge aufwenden. Bei bisher durchschnittlich 2000 Flugstunden pro Jahr.
Zuletzt geändert von theoderich am Fr 12. Jun 2026, 23:33, insgesamt 1-mal geändert.
iceman
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman »

Wenn ich richtig rechne ist das eine Leasingrate von gut hundert Mio im Jahr.
Lässt sich politisch verkaufen.
theoderich
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

Die 15 Eurofighter absolvieren derzeit durchschnittlich ca. 1100 Flugstunden pro Jahr. Kosten pro Flugstunde: ca. 75.000 EUR. Also ca. 82,5 Mio. EUR jährlich.

Beim tschechischen Vertrag liegt man ca. bei 55.000 EUR pro Flugstunde und ca. 2000 Flugstunden pro Jahr. Das ist zwar günstiger - aber eben nicht viel günstiger.
iceman
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman »

Also Tschechien fliegt mit weniger Maschinen das doppelte an Stunden, da ist mir eine Leasingvariante sympathischer.

Bezeichnend für Österreich ist, das man doppelt so viel für die Förderung der Parteien ausgibt….
theoderich
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von theoderich »

iceman hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 09:11 Also Tschechien fliegt mit weniger Maschinen das doppelte an Stunden, da ist mir eine Leasingvariante sympathischer.
Leasing ist Maastricht-relevant und erhöht laufend die Gesamtstaatsverschuldung. Das BMF klassifiert Leasingfinanzierungen selbst als "Finanzschulden":
2.1 Finanzschulden des Bundes

Finanzschulden sind auf Basis des Bundeshaushaltsgesetzes (§ 78 Abs. 1 BHG 2013) definiert als „alle Geldverbindlichkeiten des Bundes, die zu dem Zwecke eingegangen werden,
dem Bund die Verfügungsmacht über Geld zu verschaffen“. Sie dürfen vom Bundesminister
für Finanzen nur nach Maßgabe der hierfür im BFG oder in einem besonderen Bundesgesetz im Sinne des Art. 42 Abs. 5 B-VG enthaltenen Ermächtigungen eingegangen werden.

[...]

Ein weiterer Fall (§ 78 Abs. 3 Z 2 BHG 2013) sind außergewöhnliche Finanzierungserleichterungen, bei denen die Fälligkeit der Gegenleistung des Bundes auf einen mehr als zehn Jahre nach dem Empfang der Leistung gelegten Tag festgesetzt oder hinausgeschoben wird. Bei diesen Sonderformen von Finanzschulden handelt es sich um Verbindlichkeiten, die zwar im Zusammenhang mit der laufenden Verwaltungstätigkeit (zB. durch einen Leasing-Vertrag) entstehen, bei denen jedoch der Finanzierungszweck im Vordergrund steht.
https://service.bmf.gv.at/budget/budget ... n_2023.pdf


Das können Sie als Finanzierungsinstrument vergessen.
iceman
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von iceman »

Man bezahlt lieber Zinsen für einen weiteren Milliardenkredit?
opticartini
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von opticartini »

iceman hat geschrieben: Fr 12. Jun 2026, 09:04 Kaffeesudleserei, aber haltet ihr die Anzahl von 36 Jets realistisch?
Diese Zahl beruht ohnehin auf Einschätzungen aus dem letzten Jahrhundert.

Force-multiplier im AEW&C Bereich a la "GlobalEye" stünden uns gut - wobei auch hiebei unbemannte Flieger die Zukunft darstellen werden.
muck
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von muck »

opticartini hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 18:32 Force-multiplier im AEW&C Bereich a la "GlobalEye" stünden uns gut - wobei auch hiebei unbemannte Flieger die Zukunft darstellen werden.
Ist halt die Frage, ob das ohne Integration in ein Bündnis (z.B. NATO) Sinn ergibt. Denn ob nun bemannt oder unbemannt, ein AWACS muss hoch fliegen und vor Ort bleiben, um effektiv eingesetzt werden zu können. Das macht die Trägermaschine jedoch zu einem Hochwertziel für alle Angreifer.

Für eine reelle Chance, weitreichenden Bedrohungen wie der R-37M zu entgehen, muss die Maschine genügend Luftraum zum "Davonlaufen" haben, denn sie wird sich nur kinetisch verteidigen können. Während Air Defender 23 gab es einen simulierten Angriff auf eine über Mittel-Estland kreisende RC-135W, die bis hinter Åland flüchten musste, um in Sicherheit zu sein.

Um heute noch ein Frühwarnflugzeug sinnvoll einsetzen zu können, brauchst du entweder die Mittel, um Bedrohungen auf Abstand zu halten und so das Risiko akzeptabel zu halten (Anti-Access/Area Denial), oder du brauchst halt wirklich 100.000-200.000 km² Luftraum zum Manövrieren.
öbh
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Re: Entwicklungen Luftraumüberwachung

Beitrag von öbh »

Einen Beitritt Österreich zur NATO hat auch seine Tücken - wir kommen mit unserem jetzigen Verteigungsbudget gerade so auf etwa 1 % des BIP, werden vermutlich die 2% schwer erreichen. In der NATO sind für deren Mitglieder glaub ich 3% oder gar mehr gefordert. Diese Summen wären für unsere Politik niemals zu stemmen.
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