Entwicklungen Fliegerabwehr

Flächenflugzeuge, Hubschrauber, Großgerät, Fliegerhorste, ...
propellix
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von propellix »

Es wird diesbezüglich wieder einmal NICHTS geben, denn es gibt kein Geld dafür. Mit 2 Batterien ist keine Verteidigung möglich. Es gäbe unglaublich viel Einsparungspotenzial, wie die Bundesländer streichen; traut sich aber keiner…
maro-airpower
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von maro-airpower »

Der Ukraine Mix ist derzeit drei SLM (max. 8R) und zwei SLS (max. 4R) ein TRLM-4D Radar und einen C2 Container pro Batterie/System.
Das hat sich offenbar als brauchbar erwiesen.

Das neue Auto auf der ILA kann bei reduzierter Fahrtgeschwindigkeit und schräg gestellten Containern schießen, hat Interceptordrohnen zur Selbstverteidigung und hat eigenes Radar auf Mast.

Jetzt endlich auch Bestätigung - SLS hat bauliche Unterschiede zur Luft/Luft...die SLS hat Datenlink.
iceman
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von iceman »

propellix hat geschrieben: Fr 12. Jun 2026, 20:21 Es wird diesbezüglich wieder einmal NICHTS geben, denn es gibt kein Geld dafür. Mit 2 Batterien ist keine Verteidigung möglich. Es gäbe unglaublich viel Einsparungspotenzial, wie die Bundesländer streichen; traut sich aber keiner…
Naja, zumindest die Militätkommanden.
Sparpotential gäbe es beim öbh genug, man muss zB nicht jede Mini Kaserne erhalten, wenn Geld für Infrastruktur da ist.
iceman
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von iceman »

muck hat geschrieben: Fr 12. Jun 2026, 20:04
iceman hat geschrieben: Fr 12. Jun 2026, 17:07 Slowenien hat für zwei Werfersysteme Iris t slm um die 500 Mio bezahlt
Mit "System" ist hier sicher Batterie gemeint, oder? Denn ein System besteht aus drei Werfern und zwei Funktionsfahrzeugen. Preislich kommt das auch eher hin.
Ja richtig.
theoderich
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von theoderich »

theoderich hat geschrieben: Do 11. Jun 2026, 21:18Sicherstellung einer aktiven Luftraumüberwachung

Die Bundesregierung bekräftigt das im Regierungsprogramm festgehaltene Bekenntnis zur Sicherstellung einer aktiven Luftraumüberwachung, zu notwendigen Nachbeschaffungen sowie zur Drohnenabwehr und dem Ausbau von Raketenabwehr über Sky-Shield. Das Verteidigungsministerium erarbeitet die dafür notwendigen Details dazu bis Ende des Sommers. Die konkreten Optionen sollen anschließend gemeinsam in der Bundesregierung evaluiert und bis Ende des Jahres entschieden werden. Erste einleitende Schritte sollen vom Verteidigungsministerium gestartet werden.

Die halten die Öffentlichkeit zum Narren:

Landesverteidigungsbericht 2026/2027 (III-360 d.B.)
7.2.3.3 Mittlere Flugabwehrlenkwaffen (mFAL)
  • Das Ziel des Vorhabens ist das Schließen der Fähigkeitslücke der bodengebundenen Luftabwehrtruppe zur Abwehr von Luftkriegsmitteln, Luftfahrzeugen und Flugobjekten im Wirkungsbereich mittlerer Reichweite („Medium Range Air Defence (MRAD – bis 50 km horizontal und 25 km vertikal“) und im Wirkungsbereich kurzer Reichweite („Short Range Air Defence (SHORAD – bis 15 km horizontal und 6 km vertikal“).
  • Vorerst ist die Aufstellung von je einer Flugabwehrbatterie SHORAD/MRAD beim Flugabwehrbataillon 2 in Zeltweg sowie beim Flugabwehrbataillon 8 (derzeit JgB 8)in Salzburg vorgesehen. Abhängig von den Systemkosten und dem verbundenen Betriebs- und Personalaufwand wird in weiterer Folge die Erweiterung der Nutzung im ÖBH zu beurteilen sein. Ein Ausbildungselement wird an der Flieger- und Flugabwehrtruppenschule in Langenlebarn abgebildet.
  • Die erforderlichen Planungsdokumente sind erstellt. Die derzeit geplanten Kosten für das Vorhaben belaufen sich auf über 2,5 Mrd. Euro.
  • Eine Typenentscheidung und die Einleitung der Beschaffung sind bis Ende 2026 vorgesehen.
  • Die Realisierung ermöglicht derzeit eine Anfangsausstattung des ÖBH.
8.2 Kernbereich Schutz und Wirkung – Infrastruktur
  • Errichtung von Garagen in der Martin Kaserne, Eisenstadt für das System Flugabwehrpanzer Pandur.
[...]
  • Errichtung eines Kompetenzzentrum Flugabwehr am Fliegerhorst Figl, Flugplatz Pabisch in Langenlebarn.
  • Errichtung einer Sensorhalle für das System Flugabwehrkanone 35mm am Fliegerhorst Fiala Fernbrugg in Aigen im Ennstal.
10.3.1 Ausrüstung

Für die verhältnismäßig geringen Mittel für die Verbesserung und Erneuerung der Ausrüstung gelten folgende Prioritäten:
  • Das Schwergewicht wird von einzelnen Großvorhaben (z.B. Pandur EVO, C390) hin zu Vorhaben mit einer Breitenwirkung im ÖBH gelegte („Breite vor Tiefe“).
  • Eine Ausnahme stellt, aufgrund der zunehmenden Bedrohung, die Realisierung von Vorhaben der bodengebundenen Luftabwehr mittlerer Reichweite und Drohnenabwehr dar. Wegen der zunehmenden Bedeutung der Vernetzung der Systeme, ist ebenso die Digitalisierung zu priorisieren.
Folgende Vorhaben werden in Abhängigkeit der Ressourcen mit Priorität 1 umgesetzt:

Vorhaben Priorität 1

[...]
  • Mittlere Flugabwehrsysteme (MRAD)
[...]
  • Drohnenabwehr
Die Umsetzbarkeit der jeweiligen Vorhaben kann erst nach Vorliegen der konkreten Kosten beurteilt werden.

Die Realisierung der oben angeführten Vorhaben, insbesondere der Priorität 2 und 3, ist, nur mit Einschränkungen möglich.

So wird es jedenfalls Anpassungen bei den Stückzahlen geben müssen und eine Vollausrüstung der Mobilmachungsstärke des ÖBH wird vorerst nicht möglich sein. Es wird daher das Ziel verfolgt, den Verbänden des ÖBH eine Grundausstattung für die Präsenz- und Mobilmachungsstruktur zur Verfügung zu stellen, um eine möglichst uneingeschränkte Einsatzvorbereitung zu ermöglichen.
  • Ein Flugabwehrbataillon mit Luftverteidigungssystemen mittlerer Reichweite ist einsatzbereit.

    Umsetzungsstand: Die erforderlichen Planungsdokumente für ein Luftabwehrsystem mittlerer Reichweite sind erstellt und der Abschluss eines Vertrages ist für 2026 vorgesehen. Es ist die Aufstellung von zwei Flugabwehrbatterien geplant. Für die Umsetzung dieses Vorhaben sind nach jetzigem Planungsstand rund 2,5 Mrd. Euro erforderlich.

    Mit den aktuell zur Verfügung stehenden Mittel kann dieses Vorhaben nur in Teilen realisiert werden.
6.4 Ausblick 2032+

[...]
  • Die Fähigkeitserweiterung der bodengebundenen Luftverteidigung ist abgeschlossen (Begleitschutzfähigkeit und ein weiteres Flugabwehrbataillon).
  • Die Fähigkeitslücken bis zur mittleren Reichweite der bodengebundenen Luftabwehr ist geschlossen. Die Fähigkeitsentwicklung zur weiten Reichweite ist mit zusätzlichen finanziellen Ressourcen sichergestellt.
[...]

Für alle hier dargestellten Vorhaben, mit Ausnahme der Modernisierung der Hubschrauberflotte, ist das Realisierungsrisiko erheblich, wenn die Finanzierung nicht sichergestellt werden kann. Es werden in diesem Fall zeitliche Streckungen oder auch Streichung von Zielsetzungen erforderlich werden.
https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVIII/III/360
iceman
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von iceman »

Also es reicht nur für zwei Batterien, habe ich das richtig verstanden?
Die Tanner hat aber gesagt, wir brauchen skyshield wie die Luft zum Atmen….
theoderich
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von theoderich »

iceman hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 09:15 Die Tanner hat aber gesagt, wir brauchen skyshield wie die Luft zum Atmen….
War damals davon die Rede, dass das Bundesheer binnen zwei Jahren über 3 Mrd. EUR einsparen muss?
iceman
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von iceman »

Damals war zu Beginn des Iran Krieges….
Woyzeck
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von Woyzeck »

theoderich hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 11:01 War damals davon die Rede, dass das Bundesheer binnen zwei Jahren über 3 Mrd. EUR einsparen muss?
Die Budgetsituation ist seit mindestens zwei Jahren bekannt und wir befinden uns seit Juli 2025 in einem Defizitverfahren, das uns zur Reduktion des Budgetdefizits zwingt, d.h. wir dürfen weniger Neuschulden aufnehmen als in den ohnehin schlechten Jahren davor. Jetzt so zu tun, als käme das überraschend, finde ich seitens des BMLV einigermaßen schräg. Woher soll das Geld denn kommen - wir sind überschuldet und haben ein äußerst schwaches Wirtschaftswachstum. Selbst wenn die Bundesregierung endlich mal strukturelle Maßnahmen treffen würde, wären das bestenfalls mittelfristige budgetäre Effekte. Man kann aber dem Kanzler sicher vorwerfen, dass er bis zuletzt das Blaue vom Himmel versprochen hat, obwohl jeder, der 1+1 zusammenzählen kann weiß, dass sich das nicht ausgehen wird.
Ärgerlich finde ich, dass das Bundesheer viel zu spät reagiert hat und bis zuletzt große Investitionen in Dinge getätigt wurden, die nur eine geringe Verbesserungen der Verteidigungsfähigkeit bewirken (v.a. im Transportbereich) und jetzt bei der Erhöhung der Kampfkraft das Geld fehlt. Da wurden dann - obwohl bereits mitten im Schlamassel - noch schnell 12 Trainingsflugzeuge um 1,5 Mrd beschafft - Geld, das man eigentlich woanders dringender benötigen würde. Und jetzt haben wir den Salat.
Ich wiederhole mich, wenn ich erneut anmerke, dass mir die Investitionspolitik des BMLV vorkommt wie ein Teenager, der 3/4 seines Einkommens für die Leasingraten für den BMW ausgibt, sich dann aber den Betrieb des Fahrzeugs nicht mehr leisten kann (hatten wir quasi 1:1 beim EF). Wir sind mit dem Bundesheer nicht in der Liga, in der man sich gerne sehen würde, sondern bei um die 1% Verteidigungsfinanzierung. Da muss man sich dann halt überlegen, was geht und was nicht. Spannocchhi hat das damals verstanden und mit den geringen vorhandenen Mitteln und viel Improvisation einen verhältnismäßig hohen Verteidigungswert erzielt. Seine Nachfolger versuchen verzweifelt, mit noch weniger Geld die Kleinkleinversion einer NATO-Vollarmee zu bauen und wundern sich, dass sie seit Jahrzehnten damit scheitern.
theoderich
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von theoderich »

Woyzeck hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 12:12 Ärgerlich finde ich, dass das Bundesheer viel zu spät reagiert hat und bis zuletzt große Investitionen in Dinge getätigt wurden, die nur eine geringe Verbesserungen der Verteidigungsfähigkeit bewirken (v.a. im Transportbereich) und jetzt bei der Erhöhung der Kampfkraft das Geld fehlt.
Glauben Sie wirklich, das BMF hätte z.B. eine Vorbelastung für "kampfkräftiges" Gerät wie Schützenpanzer oder Artillerie genehmigt? Und wo ist dieses "woanders" wo man das Geld "dringender benötigt" hätte, wenn de facto überall Mangel herrscht?

Was hilft Ihnen ein SPz, wenn Sie ihn nicht einmal aus der Kaserne zum Übungsplatz bringen können, weil es keine Tiefladesysteme mehr gibt?
Woyzeck hat geschrieben: Sa 13. Jun 2026, 12:12Da wurden dann - obwohl bereits mitten im Schlamassel - noch schnell 12 Trainingsflugzeuge um 1,5 Mrd beschafft - Geld, das man eigentlich woanders dringender benötigen würde. Und jetzt haben wir den Salat.
Man hat fünf Jahre lang um die Mittel für dieAJT gekämpft, weil die hohen Kosten für die nahezu vollständige Auslagerung der Pilotenausbildung an das Ausland nicht zu rechtfertigen sind.

Wenn man von den Pandur EVO-Systemfahrzeugen und der einen Drohnenabwehrbatterie absieht, waren alle bisher getätigten Investitionen (Lkw, ZFlAK, UH-60M, C-390M, M346FA) "Notmaßnahmen", damit bestehende Fähigkeiten nicht endgültig verloren gehen.
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