Wehrpflicht NEU - Wehrdienstkommission
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theoderich
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theoderich
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Re: Wehrpflicht NEU - Wehrdienstkommission
Gastbeitrag
„Attraktiver“ Wehrdienst – ein riskantes Versprechen
https://militaeraktuell.at/attraktiver- ... -maerchen/
https://bsky.app/profile/bundesheerbaue ... ep2thhyk2n
„Attraktiver“ Wehrdienst – ein riskantes Versprechen
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Re: Wehrpflicht NEU - Wehrdienstkommission
Ich finde den Gastbeitrag hervorragend, aber wir sollten uns nicht an der Semantik des Worts "Attraktivität" stoßen.
Es ist nicht realistisch anzunehmen, dass es eine Mehrheit junger Männer attraktiv findet, in dieser Lebensphase 8 Monate lang in einer Kaserne eingesperrt zu werden, Befehle auszuführen und körperliche und mentale Strapazen auf sich zu nehmen. Das Ganze mit mieser Bezahlung und stets im Wissen, dass andere das nicht machen müssen, weil sie es sich gerichtet haben.
Was man aber sehr wohl auch unter "Attraktivität" verstehen kann ist, dass die zur Verfügung stehende Zeit sinnvoll genutzt wird. Der durchschnittliche Grundwehrdiener empfindet seine Zeit beim Bundesheer als "verlorene Zeit", vor allem die Systemerhalter, die nach der Grundausbildung eigentlich nur mehr als billige Arbeitskräfte die Zeit totschlagen. Das sind auch die, die am meisten über die Bundesheerzeit schimpfen.
Und da muss sich das Bundesheer selbst an der Nase nehmen und das ist mMn der größte Kritikpunkt an der Wehrdienstverlängerung. Wenn viele Soldaten eigentlich eh nicht zu Soldaten ausgebildet werden, sondern lediglich Hilfstätigkeiten ausüben, dann ist es militärisch irrelevant, ob sie das 6 oder 8 Monate lang machen.
Generell bin ich der Meinung, dass die militärische Ausbildung im Grundwehrdienst viel zu kurz kommt, selbst bei der kämpfenden Truppe.
Das schweizer System ist mit unserem überhaupt nicht vergleichbar - auch deren Milizsystem ist wohl einzigartig.
Es ist nicht realistisch anzunehmen, dass es eine Mehrheit junger Männer attraktiv findet, in dieser Lebensphase 8 Monate lang in einer Kaserne eingesperrt zu werden, Befehle auszuführen und körperliche und mentale Strapazen auf sich zu nehmen. Das Ganze mit mieser Bezahlung und stets im Wissen, dass andere das nicht machen müssen, weil sie es sich gerichtet haben.
Was man aber sehr wohl auch unter "Attraktivität" verstehen kann ist, dass die zur Verfügung stehende Zeit sinnvoll genutzt wird. Der durchschnittliche Grundwehrdiener empfindet seine Zeit beim Bundesheer als "verlorene Zeit", vor allem die Systemerhalter, die nach der Grundausbildung eigentlich nur mehr als billige Arbeitskräfte die Zeit totschlagen. Das sind auch die, die am meisten über die Bundesheerzeit schimpfen.
Und da muss sich das Bundesheer selbst an der Nase nehmen und das ist mMn der größte Kritikpunkt an der Wehrdienstverlängerung. Wenn viele Soldaten eigentlich eh nicht zu Soldaten ausgebildet werden, sondern lediglich Hilfstätigkeiten ausüben, dann ist es militärisch irrelevant, ob sie das 6 oder 8 Monate lang machen.
Generell bin ich der Meinung, dass die militärische Ausbildung im Grundwehrdienst viel zu kurz kommt, selbst bei der kämpfenden Truppe.
Das schweizer System ist mit unserem überhaupt nicht vergleichbar - auch deren Milizsystem ist wohl einzigartig.
Re: Wehrpflicht NEU - Wehrdienstkommission
Da bin ich auch der Meinung von Woyzeck. In den letzten Wochen wird vom Milizbeauftragten Hameseder sowie Befürwortern des 8+2 Modells so getan, als ob das Sein oder Nichtsein unseres Heeres davon abhängen werde. Für die militärische Stärke eines Heeres und das Überleben der Soldaten wäre mal eine zeitgemäße, moderne Ausrüstung und Bewaffnung unserer Soldaten bzw. Heeres notwendig. Da hinken wir gegenüber den benachbarten Armeen meilenweit hinterher. Erst dann kann der Staat von unseren Soldaten verlangen in einen Kampfeinsatz zu ziehen um nicht als "Kanonenfutter" für kriegsgeile Politiker zu enden. Ich denke, wenn in den 6 Monaten die Soldaten ihr Handwerk nicht lernen, dann wird es hier in Ö auch in 8 Monaten nicht der Fall sein.
.Von dem nahezu 30 Prozent der "Untauglichen" könnte mit Durchforstung der Tauglichkeitskriterien eine hohe Anzahl an GWD gewonnen werden. Dadurch wären die Mindertauglichen nach der Grundausbildung für viele Tätigkeiten als Systemerhalter verwendbar, wobei die übrigen GWD ihre militärischen Ausbildung an ihren Waffensystemen intensiv betreiben können. Dadurch wäre auch mehr Gerechtigkeit an jenen GWD gegeben, gegenüber jenen die es sich aufgrund jetziger Tauglichkeitskriterien "richten" können.
.im Anschluß der sechs Monate sind natürlich die 2-monatigen Milizübungen zum Erhalt der erlernten Fähigkeiten wichtig.
Wenn unsere Politik mal fähig wird nicht nur "halbe Sachen" zu predigen sondern "Nägel mit Köpfen" zu machen dann würde man mit einem 6+2 Modell auf jeden Fall auskommen.
.Von dem nahezu 30 Prozent der "Untauglichen" könnte mit Durchforstung der Tauglichkeitskriterien eine hohe Anzahl an GWD gewonnen werden. Dadurch wären die Mindertauglichen nach der Grundausbildung für viele Tätigkeiten als Systemerhalter verwendbar, wobei die übrigen GWD ihre militärischen Ausbildung an ihren Waffensystemen intensiv betreiben können. Dadurch wäre auch mehr Gerechtigkeit an jenen GWD gegeben, gegenüber jenen die es sich aufgrund jetziger Tauglichkeitskriterien "richten" können.
.im Anschluß der sechs Monate sind natürlich die 2-monatigen Milizübungen zum Erhalt der erlernten Fähigkeiten wichtig.
Wenn unsere Politik mal fähig wird nicht nur "halbe Sachen" zu predigen sondern "Nägel mit Köpfen" zu machen dann würde man mit einem 6+2 Modell auf jeden Fall auskommen.
