Entwicklungen Fliegerabwehr

Flächenflugzeuge, Hubschrauber, Großgerät, Fliegerhorste, ...
maro-airpower
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von maro-airpower »

Man muss sich da Mitteleuropa im Maßstab 1:1 drüber denken und dann geht das durch 10 Länder....
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Links oben Ausschnitt eines Angriffs auf Odessa
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Lazarus
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von Lazarus »

Einen zusätzlichen Personalbedarf gibt es in vielen Bereichen z.B.

- mind. 1 zusätzliches Flugabwehrbataillon
- 4 neue Flugabwehrbatterien in den Brigaden
- 1 zusätzliches Führungsunterstützungsbataillon
- Den meisten Jägerbataillonen fehlt eine Jägerkompanie. Zusätzlich werden diese über eine integrierte Flugabwehr verfügen müssen. Dies betrifft aber auch andere Verbände wie die Artillerie.
- Die Langstreckenflugabwehr wird nehme ich an ebenfalls in einem gesonderten Verband gegliedert werden.

Und wahrscheinlich gibt es noch viel mehr Bedarfe.
Aber eines ist klar, ohne Miliz wird das nicht möglich sein.
muck
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von muck »

Beziehen sich diese Angaben auf konkrete Planungen, oder sind sie ein "educated guess"?

Denn ich sehe nicht, warum die zur Anschaffung in Rede stehenden Systeme es schlechterdings verlangen würden, ein zweites Flugabwehrbataillon und Brigadeflugabwehrbatterien und organische Flugabwehr-Einheiten in den Verbänden aufzustellen.
maro-airpower
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von maro-airpower »

Man kann von Personalzahlen träumen was man will....wird es nicht geben, insbesondere auch Höherqualifizierte.
Daher automatisieren und fernsteuern was immer geht.

Beispiel Mistral. MISTRAL ATLAS RC & SIMBAD-RC haben am Starter kein Personal mehr.
Also wenn man jetzt einen Remote Sensor und eine Remote 35mm Zflak beschafft und daran bemannte Mistrals anhängt sehe ich das als ersten Schritt, weils vermutlich rascher geht und die damalige Planung schlicht das Budget für mehr nicht hatte.
Aber das muss man ins Auge fassen.

Man wird Leute finden die Autos fahren und als "User" ein System hochfahren können - Größenordnung hochfahren eines PCs und starten/reset von Programmen, anschließen von Kabeln, nachladen.

Und ein Screening am Desktop-Trainer nach Talenten für Remote Operatoren ist auch keine Hexerei wenn man die verfügbare Zeit real nutzen kann anstatt irgendwo an der Grenze im Gemüse zu hocken.
Und wenn man schon politisch vorerst keine Chance hat länger als 6 Monate GWDs zu bekommen wärs vielleicht eine Idee die "Stellung" zeitlich auszuweiten um eine möglichst große Anzahl von Talentierungen abzutesten. Die Stellung dauert aktuell 2 Tage, da lassen sich sicher sinnvolle Tests finden um das zu verlängern - dauerts halt eine Woche...na und?
muck
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von muck »

So personalintensiv ist der Spaß gar nicht. Um die deutsche Luftwaffe als Beispiel zu nehmen, dort besteht das fechtende Element der Patriot-Flugabwehrraketengruppe standardisiert aus vier Staffeln á 90 Soldaten. Insgesamt hat die Gruppe 478 Chargen und Unteroffiziere sowie 34 Offiziere. Ausgenommen bestimmte Verwendungen in der Instandsetzung (und natürlich die Leitungsfunktionen), können alle Aufgaben in der Staffel von Wehrpflichtigen übernommen werden.

Den für eine Feuereinheit IRIS-T SLM zu veranschlagenden Personalansatz kenne ich nicht, denke mir aber, dass er wesentlich geringer ist, denn das System ist moderner, weniger komplex, logistisch einfacher zu handhaben (weniger Hände zum Aufbau benötigt), außerdem ist die Feuerstellung kleiner (wodurch der Aufwand an Sicherungskräften schrumpft).
Lazarus
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von Lazarus »

muck hat geschrieben: Fr 8. Dez 2023, 16:08 Beziehen sich diese Angaben auf konkrete Planungen, oder sind sie ein "educated guess"?

Denn ich sehe nicht, warum die zur Anschaffung in Rede stehenden Systeme es schlechterdings verlangen würden, ein zweites Flugabwehrbataillon und Brigadeflugabwehrbatterien und organische Flugabwehr-Einheiten in den Verbänden aufzustellen.
Zur Begleitschutzfliegerabwehr (Pandur) und zu einem 2. Fliegerabwehrbataillon gibt es ganz konkrete Aussagen im Landesverteidigungsbericht 2023:
6.4 Ausblick 2032+
...
 Die Fähigkeitserweiterung der bodengebundenen Luftabwehr ist abzuschließen (Begleitschutzfähigkeit und weiteres Fliegerabwehrbataillon)
Wobei vorerst zwei Batterien aufgestellt werden:
7.2.3.3 mFAL
 Vorerst ist die Aufstellung von zwei Fliegerabwehrbatterien mit einem FlA-Waffensystem mittlerer Reichweite geplant. Abhängig von den Systemkosten und dem verbundenen Betriebs- und Personalaufwand wird in weiterer Folge die Erweiterung der Nutzung im ÖBH beurteilt
Zur Begleitschutz FLA
7.2.3.4 Begleitschutz FlA
 Die Beschaffung von begleitschutzfähigen FlA-Systemen auf Basis des MTPz PANDUR EVO ist in Einleitung.
 Es ist vorerst geplant vier Fliegerabwehrbatterien, jeweils eine bei den vier Landbrigaden, aufzustellen. Die Dislozierung ist noch in Beurteilung
Die Langstreckenflugabwehr steckt noch am Anfang und ist im Landesverteidigungsbericht noch nicht enthalten. Die organische Flugabwehr bzw. Drohenabwehr in den Bataillonen ist in Entwicklung (Erprobung durch JB 8).
theoderich
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von theoderich »

Nächstes Jahr soll der Kaufvertrag für die Fliegerabwehrsysteme mittlerer Reichweite abgeschlossen werden:

Bundesheer: Das bringt 2024
Bodengebundene Luftabwehr

Eine deutliche Fähigkeitserweiterung der bodengebundenen Luftabwehrtruppe. Das Spektrum reicht von der Nutzungsdauerverlängerung der 35 mm Fliegerabwehrkanonen bis hin zur Fähigkeit Bedrohungen aus der Luft durch Systeme kurzer und mittlerer Reichweite bekämpfen zu können. Die notwendigen Beschaffungsschritte werden 2024 eingeleitet bzw. weiter fortgesetzt.
https://www.bundesheer.at/aktuelles/det ... ringt-2024


theoderich hat geschrieben: Mo 16. Okt 2023, 17:11Geben Sie uns bitte einen Einblick: Wie weit ist man bei den MRAD-Planungen bereits?

Kollmann: Aktuell ist die Planungsabteilung dabei, die nötigen Grundlagen zu erarbeiten und wir betreiben parallel dazu eine intensive Markrecherche ...

Medial hieß es zuletzt, dass bereits eine Entscheidung für IRIS-T von Diehl Defence gefallen wäre.

Kollmann: Wir waren im Zuge unserer Marktrecherche natürlich auch bei Diehl, um uns das System im Detail anzuschauen und zu erfahren, was in Deutschland damit geplant ist. Weiter sind wir aber nicht und nachdem die Planungsunterlagen noch nicht fertig sind, kann ich zum aktuellen Zeitpunkt nicht einmal sagen, ob IRIS-T für unsere Bedürfnisse überhaupt geeignet wäre.

Ein entsprechender Kaufabschluss ist also auf der Zeitschiene noch weiter weg?

Kollmann: Wie zuvor erklärt, braucht es zuerst die Vorhabensabsicht, erst dann können wir die nächsten Schritte setzen. Dazu kommt, dass bei derart komplexen Projekten immer auch nationale Adaptierungen notwendig sind. Solche Systeme kauft man nicht im Supermarkt, da gilt es beispielsweise national bereits in Verwendung befindliche Funksysteme zu integrieren oder das System auf dem Chassis der gewünschten Fahrzeugmarke aufzubauen. All das beschleunigt die Beschaffung nicht gerade. Wenn es so weit ist, bin ich aber zuversichtlich, dass wir auch in diesem Fall eine sehr, sehr gute Lösung finden werden - im SHORAD und VSHORAD-Bereich stehen wir ja kurz vor einem Quantensprung.
Zuletzt geändert von theoderich am So 17. Dez 2023, 01:18, insgesamt 1-mal geändert.
maro-airpower
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von maro-airpower »

„DANN SIND WIR IN EUROPA GANZ VORNE DABEI“

Bei der Realisierung der Luftverteidigung für Nah- und Nächstbereich sind Österreichs Beschaffer bereits auf der Zielgeraden. Bei der Mitteldistanz ist der Weg noch ein weiter, so Brigadier Georg Kollmann und Brigadier Josef Juster von der Gruppe Direktion Rüstung und Beschaffung der Direktion 5 im Interview mit Militär Aktuell.

https://militaeraktuell.at/dann-sind-wi ... rne-dabei/
maro-airpower
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von maro-airpower »

Mal eine Frage in die Runde

Seid ihr mit der geplanten Gewichtung (finanziell + Gerät) unserer bodengebunden FlA zufrieden?

Der Luftangriff auf die Ukraine - siehe unten - hat die Gewichtung auf langsamen und niedrig fliegenden Zielen.
Das waren 2023 rund 5.000 Ziele Unterschall in Bodennähe - und alles davon geht in die Tiefe.
Ballistisch + (potentiell) Überschall war der deutlich kleinere Teil.

Die letzte Bestellung IRIS-T hat den deutschen €900.000,- das Stück gekostet. 109Mio. für 120 Stück....als wir EF gekuaft haben wars noch €400.000,-...

Für 105~110 Mio. gäbe es etwa 100 Pirun-Starter+300 Raketen(Estland 2022) oder 70 Pirun-Starter+420 Raketen(Polen 2022, 805Mio. für 600Starter+3.500Raketen).

Wäre eine klassische Milizwaffe. Ausbildung dauert 6-8 Wochen. Wenns auf Lager liegt lässt sich das bei Bedarf entsprechend rasch hochziehen. Mehr Mistral wär natürlich eine Möglichkeit - ist aber auch wieder deutlich teurer. Estland hat beide Mistral+Pirun.

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Grafik zeigt die Abschusserfolge der Luftwaffe - Armee + Grenzschutz weisen extra aus.
Etwa 2/3 der gemeldeten werden jeweils abgeschossen - somit ~ 5.000 low+slow
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theoderich
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Re: Entwicklungen Fliegerabwehr

Beitrag von theoderich »

theoderich hat geschrieben: Mo 10. Jul 2023, 18:29Im Zuge von ESSI gibt es erste inoffizielle Anfragen aus Deutschland, spezielle Weltraum-Radaranlagen zur Überwachung von Objekten im All auf österreichischem Staatsgebiet aufzustellen. Das bestätigt der Chef der Luftstreitkräfte, Brigadier Gerfried Promberger, im „Krone“-Gespräch. Konkret geht es um das vom Fraunhofer-Institut entwickelte zivile GESTRA-Radar zur Erkennung und Verfolgung von Weltraumschrott.
GESTRA EUSST startet durch: Projektmeilenstein erreicht

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Fertigung in Österreich: Maßgeschneiderte Vorbereitungen des Containers

In der Vorbereitung des Einbaus des vom Fraunhofer FHR entwickelten Hochfrequenzequipments wurde der Container von einem Fachunternehmen mit der entsprechenden Infrastruktur fertig ausgestattet. Hierfür wurde die Firma Pamminger aus Österreich gewonnen, die bereits im GESTRA Projekt mitwirkte. Neben dem Containerbau beinhaltete der Auftrag den Einbau von Kühlung, Klimatisierung und Elektroinstallation im Container sowie die Hub- und Positioniereinheit und Drucklufttechnik. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Arbeiten in Österreich und der Abnahme durch das Fraunhofer FHR stand der Transport nach Wachtberg auf der Agenda.

Ankunft in Wachtberg: Projektmeilenstein erreicht

Mit der Ankunft des GESTRA EUSST Containers im September 2023 auf dem Gelände des Fraunhofer FHR in Wachtberg wurde ein wichtiger Projektmeilenstein erreicht. Nach einer langen Reise des Schwerlasttransports von Österreich nach Deutschland wurde der Container auf dem Institutsgelände mit Hilfe eine 450-Tonnen-Krans vom Sattelschlepper abgeladen und auf seinen vorläufigen Standort gestellt. Dort war in den Monaten vorher das Fundament inklusive elektronischer Infrastruktur für den Container gebaut worden. In einer mit Transporteur, Kranunternehmen und Fraunhofer FHR abgestimmten Aktion konnte der 76 Tonnen schwere Container erfolgreich auf seinen neuen Stellplatz abgelassen werden.

Nächste Schritte: Integration der Komponenten und erste Tests

Nach der Elektrifizierung und Inbetriebnahme der Klimaanlage des Containers startet Anfang 2024 die Integration der vom Fraunhofer FHR gebauten Systemkomponenten. Zunächst wird die Brandmeldetechnik installiert. Anschließend erfolgt der schrittweise Einbau des Radarequipments. Geplant ist, bis Ende 2024 die komplette Hardware des Systems eingebaut und getestet zu haben. Dazu gehört unter anderem der zentrale Elektronikschrank als Takt- und Steuerungszentrale des Radarsystems, in dem Signale erzeugt und verarbeitet werden und die Status sämtlicher Infrastrukturkomponenten, wie z.B. der Kälte- und Klimatechnik oder der Brandmeldeanlage auflaufen. Ebenso werden die 256 Empfangsmodule in die Antenne gebracht. Anschließend starten die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer FHR mit umfangreichen Tests. Eine besondere Herausforderung beim Einbau des Systems ist die reibungslose Verschachtelung der gekauften, handelsüblichen Komponenten des Systems wie z.B. die Antennenperipherie oder Netzteile mit den vom Institut individuell gebauten Komponenten. Parallel zum Einbau der Hardware erfolgt die Programmierung der Software. Besonderes Augenmerk liegt hier auf der operationellen Steuerung des Systems, also der Frage, wie GESTRA EUSST mit dem GESTRA System optimal interagieren kann.

Nach dem Abschluss der Aufbau- und Testphase wird GESTRA EUSST am Standort in Wachtberg in einen Interimsbetrieb gehen und dem Weltraumlagezentrum der Bundeswehr erste Messdaten liefern. Geplant ist das System 2028 zu seinem finalen Aufstellungsort - voraussichtlich in Mecklenburg-Vorpommern - zu transportieren und dort den Betrieb weiter zu führen.

GESTRA TX2: Zusätzlicher Sender erhöht die Performance

Das Fraunhofer FHR hat in einer Studie untersucht, mit welcher geometrischen Anordnung der Sensoren die beste Performance von Radarnetzwerken erzielt werden kann. Das Ergebnis: Für das GESTRA Netzwerk wäre ein zusätzlicher, räumlich ca. 50 km vom GESTRA EUSST System entfernter Sender sinnvoll. Am Aufbau dieses Systems mit dem Namen GESTRA TX2 arbeitet das Institut parallel.
https://www.fhr.fraunhofer.de/de/newsle ... eicht.html

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https://www.linkedin.com/posts/fraunhof ... _like_view

maro-airpower hat geschrieben: Di 9. Jan 2024, 20:13 Mal eine Frage in die Runde

Seid ihr mit der geplanten Gewichtung (finanziell + Gerät) unserer bodengebunden FlA zufrieden?

Der Luftangriff auf die Ukraine - siehe unten - hat die Gewichtung auf langsamen und niedrig fliegenden Zielen.
Das waren 2023 rund 5.000 Ziele Unterschall in Bodennähe - und alles davon geht in die Tiefe.
Ballistisch + (potentiell) Überschall war der deutlich kleinere Teil.
Wir haben bereits zwei VSHORAD-Systeme, die gegen tief fliegende Flächenflugzeuge, Drohnen und Hubschrauber wirken können - eines davon künftig auch gegen Drohnenschwärme. Und diese sollen bekanntlich noch um die Begleit-FlA im selben Reichweitenbereich ergänzt werden.

Dass das finanzielle Schwergewicht aber bei Systemen liegt, die noch nie in Österreich eingeführt gewesen sind, also SHORAD, MRAD und LRAD, ist nachvollziehbar. Das sind echte Fähigkeitslücken.

Gegen Marschflugkörper und Loitering Munitions helfen leichte Systeme wie "Stinger" wenig. Die "Stinger" hat lediglich einen Annäherungszünder, einen IR-Sucher im Lenkwaffenkopf und einen IFF-Empfänger am Werfer - der IR-Sucher und der IFF-Empfänger sind mit einem Knochenschall-Kopfhörer kombiniert. Außerdem ist das Abfeuern der "Stinger" für den Schützen gefährlich (Splitterbildung wenn die Lenkwaffe das Startrohr verlässt).

https://www.marines.mil/Portals/1/Publi ... 25-10a.pdf
In 2019, the U.S. Army began retrofitting its Stinger missiles with proximity fuzes, which allow missiles to destroy unmanned airborne systems with direct hits or by detonating near them. A pair of Stinger missiles intercepted two drones using proximity fuzes during an Army test in 2017.

The modified missile offers ground troops better defense against small, agile threats.
https://www.rtx.com/raytheon/what-we-do ... er-missile

ROWLAND Eric Allen: Small Skies: Countering Small UAS on a Multi-Domain Battlefield (Fort Leavenworth 2022)
p. 22-23 hat geschrieben:In 2016, Israeli forces fired millions of dollars of missiles at an sUAS which they failed to destroy. This demonstrates another key consideration in engaging sUAS: air defense munitions are extremely expensive. A US Patriot Missile costs $3 million; a stinger missile costs $38,000; a commercial sUAS may cost as little as a few hundred dollars. Adversaries could exploit this cost imbalance and present low-cost but credible threat targets to deplete operational-level air defense capabilities.
https://apps.dtic.mil/sti/trecms/pdf/AD1211475.pdf

maro-airpower hat geschrieben: Di 9. Jan 2024, 20:13Für 105~110 Mio. gäbe es etwa 100 Pirun-Starter+300 Raketen(Estland 2022) oder 70 Pirun-Starter+420 Raketen(Polen 2022, 805Mio. für 600Starter+3.500Raketen).

Wäre eine klassische Milizwaffe. Ausbildung dauert 6-8 Wochen. Wenns auf Lager liegt lässt sich das bei Bedarf entsprechend rasch hochziehen. Mehr Mistral wär natürlich eine Möglichkeit - ist aber auch wieder deutlich teurer. Estland hat beide Mistral+Pirun.
Piorun ist deutlich moderner als "Stinger" und hat neben einem Wärmebildvisier und einem IFF-System (wie bei der "Mistral") eine Lafette, die eine Auswahl des Zielverfolgungsmodus, des Zieltyps und der Wetterbedingungen erlaubt. De facto handelt es sich um ein Upgrade der GROM, das die Wirkung gegen Kleinziele wie UAVs verbessern sollte:

Przenośny Przeciwlotniczy Zestaw Rakietowy PIORUN

https://wml.wat.edu.pl/instytut-technik ... wy-piorun/

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https://www.facebook.com/kaitseinvestee ... gKYn349V9l

Mir erscheint es aber günstiger, wenn man auf breiter Basis Jammingsysteme einführt (Ein Vorarlberger Unternehmen, Accurision, entwickelt nach eigenen Angaben ein auf der Störung des GPS-Empfangs basierendes System zur Abwehr von Drohnenschwärmen. Die israelische Firma Regulus Cyber setzt auf eine ähnliche Lösung.). Die Reichweite ist zwar begrenzter, aber man benötigt im Gegensatz zu GROM oder "Stinger" keine Munitionsvorräte.

Das AFRL hat letztes Jahr eine (sehr sperrige) Hochenergiewaffe zur Zerstörung von Drohnenschwärmen getestet:

AFRL conducts swarm technology demonstration

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https://www.afrl.af.mil/News/Article-Di ... nstration/
Zuletzt geändert von theoderich am Fr 4. Okt 2024, 01:10, insgesamt 2-mal geändert.
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