
Links oben Ausschnitt eines Angriffs auf Odessa



Zur Begleitschutzfliegerabwehr (Pandur) und zu einem 2. Fliegerabwehrbataillon gibt es ganz konkrete Aussagen im Landesverteidigungsbericht 2023:muck hat geschrieben: ↑Fr 8. Dez 2023, 16:08 Beziehen sich diese Angaben auf konkrete Planungen, oder sind sie ein "educated guess"?
Denn ich sehe nicht, warum die zur Anschaffung in Rede stehenden Systeme es schlechterdings verlangen würden, ein zweites Flugabwehrbataillon und Brigadeflugabwehrbatterien und organische Flugabwehr-Einheiten in den Verbänden aufzustellen.
Wobei vorerst zwei Batterien aufgestellt werden:6.4 Ausblick 2032+
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Die Fähigkeitserweiterung der bodengebundenen Luftabwehr ist abzuschließen (Begleitschutzfähigkeit und weiteres Fliegerabwehrbataillon)
Zur Begleitschutz FLA7.2.3.3 mFAL
Vorerst ist die Aufstellung von zwei Fliegerabwehrbatterien mit einem FlA-Waffensystem mittlerer Reichweite geplant. Abhängig von den Systemkosten und dem verbundenen Betriebs- und Personalaufwand wird in weiterer Folge die Erweiterung der Nutzung im ÖBH beurteilt
Die Langstreckenflugabwehr steckt noch am Anfang und ist im Landesverteidigungsbericht noch nicht enthalten. Die organische Flugabwehr bzw. Drohenabwehr in den Bataillonen ist in Entwicklung (Erprobung durch JB 8).7.2.3.4 Begleitschutz FlA
Die Beschaffung von begleitschutzfähigen FlA-Systemen auf Basis des MTPz PANDUR EVO ist in Einleitung.
Es ist vorerst geplant vier Fliegerabwehrbatterien, jeweils eine bei den vier Landbrigaden, aufzustellen. Die Dislozierung ist noch in Beurteilung
https://www.bundesheer.at/aktuelles/det ... ringt-2024Bodengebundene Luftabwehr
Eine deutliche Fähigkeitserweiterung der bodengebundenen Luftabwehrtruppe. Das Spektrum reicht von der Nutzungsdauerverlängerung der 35 mm Fliegerabwehrkanonen bis hin zur Fähigkeit Bedrohungen aus der Luft durch Systeme kurzer und mittlerer Reichweite bekämpfen zu können. Die notwendigen Beschaffungsschritte werden 2024 eingeleitet bzw. weiter fortgesetzt.
theoderich hat geschrieben: ↑Mo 16. Okt 2023, 17:11Geben Sie uns bitte einen Einblick: Wie weit ist man bei den MRAD-Planungen bereits?
Kollmann: Aktuell ist die Planungsabteilung dabei, die nötigen Grundlagen zu erarbeiten und wir betreiben parallel dazu eine intensive Markrecherche ...
Medial hieß es zuletzt, dass bereits eine Entscheidung für IRIS-T von Diehl Defence gefallen wäre.
Kollmann: Wir waren im Zuge unserer Marktrecherche natürlich auch bei Diehl, um uns das System im Detail anzuschauen und zu erfahren, was in Deutschland damit geplant ist. Weiter sind wir aber nicht und nachdem die Planungsunterlagen noch nicht fertig sind, kann ich zum aktuellen Zeitpunkt nicht einmal sagen, ob IRIS-T für unsere Bedürfnisse überhaupt geeignet wäre.
Ein entsprechender Kaufabschluss ist also auf der Zeitschiene noch weiter weg?
Kollmann: Wie zuvor erklärt, braucht es zuerst die Vorhabensabsicht, erst dann können wir die nächsten Schritte setzen. Dazu kommt, dass bei derart komplexen Projekten immer auch nationale Adaptierungen notwendig sind. Solche Systeme kauft man nicht im Supermarkt, da gilt es beispielsweise national bereits in Verwendung befindliche Funksysteme zu integrieren oder das System auf dem Chassis der gewünschten Fahrzeugmarke aufzubauen. All das beschleunigt die Beschaffung nicht gerade. Wenn es so weit ist, bin ich aber zuversichtlich, dass wir auch in diesem Fall eine sehr, sehr gute Lösung finden werden - im SHORAD und VSHORAD-Bereich stehen wir ja kurz vor einem Quantensprung.
GESTRA EUSST startet durch: Projektmeilenstein erreichttheoderich hat geschrieben: ↑Mo 10. Jul 2023, 18:29Im Zuge von ESSI gibt es erste inoffizielle Anfragen aus Deutschland, spezielle Weltraum-Radaranlagen zur Überwachung von Objekten im All auf österreichischem Staatsgebiet aufzustellen. Das bestätigt der Chef der Luftstreitkräfte, Brigadier Gerfried Promberger, im „Krone“-Gespräch. Konkret geht es um das vom Fraunhofer-Institut entwickelte zivile GESTRA-Radar zur Erkennung und Verfolgung von Weltraumschrott.


https://www.fhr.fraunhofer.de/de/newsle ... eicht.htmlFertigung in Österreich: Maßgeschneiderte Vorbereitungen des Containers
In der Vorbereitung des Einbaus des vom Fraunhofer FHR entwickelten Hochfrequenzequipments wurde der Container von einem Fachunternehmen mit der entsprechenden Infrastruktur fertig ausgestattet. Hierfür wurde die Firma Pamminger aus Österreich gewonnen, die bereits im GESTRA Projekt mitwirkte. Neben dem Containerbau beinhaltete der Auftrag den Einbau von Kühlung, Klimatisierung und Elektroinstallation im Container sowie die Hub- und Positioniereinheit und Drucklufttechnik. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Arbeiten in Österreich und der Abnahme durch das Fraunhofer FHR stand der Transport nach Wachtberg auf der Agenda.
Ankunft in Wachtberg: Projektmeilenstein erreicht
Mit der Ankunft des GESTRA EUSST Containers im September 2023 auf dem Gelände des Fraunhofer FHR in Wachtberg wurde ein wichtiger Projektmeilenstein erreicht. Nach einer langen Reise des Schwerlasttransports von Österreich nach Deutschland wurde der Container auf dem Institutsgelände mit Hilfe eine 450-Tonnen-Krans vom Sattelschlepper abgeladen und auf seinen vorläufigen Standort gestellt. Dort war in den Monaten vorher das Fundament inklusive elektronischer Infrastruktur für den Container gebaut worden. In einer mit Transporteur, Kranunternehmen und Fraunhofer FHR abgestimmten Aktion konnte der 76 Tonnen schwere Container erfolgreich auf seinen neuen Stellplatz abgelassen werden.
Nächste Schritte: Integration der Komponenten und erste Tests
Nach der Elektrifizierung und Inbetriebnahme der Klimaanlage des Containers startet Anfang 2024 die Integration der vom Fraunhofer FHR gebauten Systemkomponenten. Zunächst wird die Brandmeldetechnik installiert. Anschließend erfolgt der schrittweise Einbau des Radarequipments. Geplant ist, bis Ende 2024 die komplette Hardware des Systems eingebaut und getestet zu haben. Dazu gehört unter anderem der zentrale Elektronikschrank als Takt- und Steuerungszentrale des Radarsystems, in dem Signale erzeugt und verarbeitet werden und die Status sämtlicher Infrastrukturkomponenten, wie z.B. der Kälte- und Klimatechnik oder der Brandmeldeanlage auflaufen. Ebenso werden die 256 Empfangsmodule in die Antenne gebracht. Anschließend starten die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer FHR mit umfangreichen Tests. Eine besondere Herausforderung beim Einbau des Systems ist die reibungslose Verschachtelung der gekauften, handelsüblichen Komponenten des Systems wie z.B. die Antennenperipherie oder Netzteile mit den vom Institut individuell gebauten Komponenten. Parallel zum Einbau der Hardware erfolgt die Programmierung der Software. Besonderes Augenmerk liegt hier auf der operationellen Steuerung des Systems, also der Frage, wie GESTRA EUSST mit dem GESTRA System optimal interagieren kann.
Nach dem Abschluss der Aufbau- und Testphase wird GESTRA EUSST am Standort in Wachtberg in einen Interimsbetrieb gehen und dem Weltraumlagezentrum der Bundeswehr erste Messdaten liefern. Geplant ist das System 2028 zu seinem finalen Aufstellungsort - voraussichtlich in Mecklenburg-Vorpommern - zu transportieren und dort den Betrieb weiter zu führen.
GESTRA TX2: Zusätzlicher Sender erhöht die Performance
Das Fraunhofer FHR hat in einer Studie untersucht, mit welcher geometrischen Anordnung der Sensoren die beste Performance von Radarnetzwerken erzielt werden kann. Das Ergebnis: Für das GESTRA Netzwerk wäre ein zusätzlicher, räumlich ca. 50 km vom GESTRA EUSST System entfernter Sender sinnvoll. Am Aufbau dieses Systems mit dem Namen GESTRA TX2 arbeitet das Institut parallel.
Wir haben bereits zwei VSHORAD-Systeme, die gegen tief fliegende Flächenflugzeuge, Drohnen und Hubschrauber wirken können - eines davon künftig auch gegen Drohnenschwärme. Und diese sollen bekanntlich noch um die Begleit-FlA im selben Reichweitenbereich ergänzt werden.maro-airpower hat geschrieben: ↑Di 9. Jan 2024, 20:13 Mal eine Frage in die Runde
Seid ihr mit der geplanten Gewichtung (finanziell + Gerät) unserer bodengebunden FlA zufrieden?
Der Luftangriff auf die Ukraine - siehe unten - hat die Gewichtung auf langsamen und niedrig fliegenden Zielen.
Das waren 2023 rund 5.000 Ziele Unterschall in Bodennähe - und alles davon geht in die Tiefe.
Ballistisch + (potentiell) Überschall war der deutlich kleinere Teil.
https://www.rtx.com/raytheon/what-we-do ... er-missileIn 2019, the U.S. Army began retrofitting its Stinger missiles with proximity fuzes, which allow missiles to destroy unmanned airborne systems with direct hits or by detonating near them. A pair of Stinger missiles intercepted two drones using proximity fuzes during an Army test in 2017.
The modified missile offers ground troops better defense against small, agile threats.
https://apps.dtic.mil/sti/trecms/pdf/AD1211475.pdfp. 22-23 hat geschrieben:In 2016, Israeli forces fired millions of dollars of missiles at an sUAS which they failed to destroy. This demonstrates another key consideration in engaging sUAS: air defense munitions are extremely expensive. A US Patriot Missile costs $3 million; a stinger missile costs $38,000; a commercial sUAS may cost as little as a few hundred dollars. Adversaries could exploit this cost imbalance and present low-cost but credible threat targets to deplete operational-level air defense capabilities.
Piorun ist deutlich moderner als "Stinger" und hat neben einem Wärmebildvisier und einem IFF-System (wie bei der "Mistral") eine Lafette, die eine Auswahl des Zielverfolgungsmodus, des Zieltyps und der Wetterbedingungen erlaubt. De facto handelt es sich um ein Upgrade der GROM, das die Wirkung gegen Kleinziele wie UAVs verbessern sollte:maro-airpower hat geschrieben: ↑Di 9. Jan 2024, 20:13Für 105~110 Mio. gäbe es etwa 100 Pirun-Starter+300 Raketen(Estland 2022) oder 70 Pirun-Starter+420 Raketen(Polen 2022, 805Mio. für 600Starter+3.500Raketen).
Wäre eine klassische Milizwaffe. Ausbildung dauert 6-8 Wochen. Wenns auf Lager liegt lässt sich das bei Bedarf entsprechend rasch hochziehen. Mehr Mistral wär natürlich eine Möglichkeit - ist aber auch wieder deutlich teurer. Estland hat beide Mistral+Pirun.
