theoderich hat geschrieben: ↑Di 12. Sep 2023, 18:47Österreich werde insgesamt acht Feuereinheiten beschaffen, so sei es laut Promberger auch im "Aufbauplan 2032" des Bundesheeres abgebildet. Eine Feuereinheit sei modulartig aufgebaut und bestehe aus einer taktischen Einsatzzentrale, drei Launcher (Raketenwerfer) mit jeweils acht Lenkflugkörpern, einem Radarsystem und einer Materialerhaltungseinrichtung. Je vier der Systeme sollen über eine kurze Reichweite (SLS, 15 bis 20 Kilometer) bzw. mittlere Reichweite (SLM, 40 bis 50 Kilometer) verfügen. Damit werden in Summe 24 Raketenwerfer gekauft.
maro-airpower hat geschrieben: ↑Do 14. Sep 2023, 21:09Die erwähnten 280 Mio. für "bewegliche Fliegerabwehr" sind mir viel zu wenig. Wobei das IRIS-T SLS ja eh beweglich ist.
Kommt darauf an, wie man "beweglich" definiert. Mit der "Begleit-FlA" sind in etwa solche Fahrzeuge gemeint:
Die Eldenhet 98 ist semi-mobil. Das System hat in der schwedischen Konfiguration kein eigenes Radarsystem, sondern ist von der Datenübertragung von einem externen Radar (dzt. UndE 23/SAAB Giraffe bzw. PS 91; künftig: SAAB Giraffe 4A) abhängig:
JÖNSSON Stefan: Luftvärnet – tillbaka till framtiden, in: Kungl Krigsveteranskapsakademiens Handlingar og Tidskrift H 3 (2016), p. 14-15
Die erste wirklich "bewegliche" Konfiguration der IRIS-T SLS hat Norwegen erhalten (Mit einem vergleichsweise überschaubaren finanziellen Aufwand von ca. 57 Mio. EUR für offenbar zwölf Fahrzeuge.):
Das System wird in praktisch identischer Form auch in den Niederlanden eingeführt - jedoch in ganz anderer Größenordnung.
Das künftige LVS NNbS passt evtl. ebenso ins Schema:
theoderich hat geschrieben: ↑Mo 28. Aug 2023, 11:51
Boxer Flugabwehrraketenpanzer
Für die Bekämpfung von Bedrohungen aus der Luft im Entfernungsband bis oberhalb zehn Kilometern sollen die FlaRakPz-Boxer einen Werfer für mindestens vier IRIS-T-Flugkörper erhalten. Ob mehr Flugkörper integriert werden können, soll sich im Laufe der Entwicklung ergeben. Das Zielspektrum deckt Starr- und Drehflügler und Marschflugkörper ab. Neben dem Fahrer und dem Kommandanten ist ein weiterer Bediener im Fahrzeug untergebracht. Der FlaRakPz kann mit eingebauter Sensorik eine eigene Luftlage erstellen und eigenständig Ziele bekämpfen. Er ist aber für die Netzanbindung ausgelegt und an externe Luftlagen angebunden werden. Zur Selbstverteidigung verfügt das Fahrzeug über eine im Turm integrierte 40-mm-Granmatmaschinenwaffe.
Zuletzt geändert von theoderich am So 17. Sep 2023, 22:27, insgesamt 2-mal geändert.
alps_spirit hat geschrieben: ↑Do 14. Sep 2023, 22:31
Damit ich es richtig verstehe: Das eine jeweils baugleiche Amraam von einem EF abgefeuert eine höhere Reichweite hat als wenn sie von einer M346 gestartet wird ist mir klar (Leistungsfähigkeit Radar, unterschiedliche Flughöhe, etc). Aber nur noch 1/5? (20 + statt 100)
Ich hab mal nur die IRIS-T genommen. Und auch wenn der AJT vermutlich AMRAAM kann. So richtig statisfaktionsfähig gegen ein echtes Kampfflugzeug ist er trotzdem nicht. Klar kann man mit Hinterhalt aus den Bergen...eher sehe ich es als letztes Mittel für den Notfall. Selbst wenn man eine MALE so abschießen kann würde ichves aus Kostengründen nur machen wenn es erforderlich ist...und sonst die Gun nehmen.
Iris-T auf Pandur wäre sicherlich interessant - so wie auf Boxer in Deutschland. Aber es braucht auch sicher ne Lösung wie Skyranger, und dort gehört aus meiner Sicht dann z.B. Mistral neben der Kanone mit drauf
Das Kleindrohnenzeugs kommt langsam und niedrig und ist kein leichtes Fressen für Radar.
Vögel, Masten, Bäume...geringe Signatur.
Und dann kommt noch der Fakor dazu, dass diese Drohnen weit billiger sind als die derzeitigen Abwehrmittel dagegen.
Das sind die zwei großen Problemkreise der Fla aktuell.
1) Massive Steigerung der Anzahl an Zielen im bodennahen Luftraum - mit Reichweiten von 3- 1.000+ km
2) Extremes Missverhältnis der Kosten für diese Drohnen und deren Wiederersatzrate im Vergleich zu den Raketen mit denen sie abgeschossen werden können und deren Wiederersatzrate.
Was der Westen aktuell entbehren und produzieren kann landet sämtlich in der Ukraine und reicht trotzdem nicht um alles abzuwehren...lasst das mal sacken.
Die Zerstörung des S400 auf der Krim gestern mit so Klimbim legt Beweis ab wie Problematisch die Situation ist.
Nur der Vollständigkeit halber ... Die üblichen Fantasien von der Welt in der sich alle lieb haben und man keine Streitkräfte braucht, dass uns "Amtssitze" schützen und dass man erst endlos über eine Sicherheitsstrategie debattieren sollte, bevor man dem Bundesheer Investitionen zubilligt ...
maro-airpower hat geschrieben: ↑Fr 15. Sep 2023, 13:28
Was der Westen aktuell entbehren und produzieren kann landet sämtlich in der Ukraine und reicht trotzdem nicht um alles abzuwehren...lasst das mal sacken.
Streiche "kann", ersetze durch "will". Ich würde behaupten, dass wir noch weit davon entfernt sind, unsere Produktionskapazitäten auszureizen. Das wird auch immer wieder von Industrievertretern bestätigt. Aber, um es mit den Worten von Armin Pappberger zu sagen: Markige Reden ersetzen keine Verträge. Wenn wir nicht bestellen, wird die Industrie ihre Kapazitäten nicht ausweiten.
muck hat geschrieben: ↑Sa 16. Sep 2023, 00:02
Streiche "kann", ersetze durch "will". Ich würde behaupten, dass wir noch weit davon entfernt sind, unsere Produktionskapazitäten auszureizen.
Ja, muss ich dir recht geben. Der Westen unterstützt die Ukraine nebenbei. Eine "Kriegswirtschaft" gibt es nicht.
Und die Rüstungsindustrie arbeitet mit hohen Auslastungen, aber trotzdem unter voller Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte.
AMRAAM läuft mit einer Rate hoch wie nie, ist aber trotzdem weit entfernt dreistellige Stückzahlen rasch ausliefern zu können. IRIS-T wird es ähnlich gehen. Dass wir "demnächst eine MoU mit Deutschland" unterzeichnen wollen ist eine Geschichte für die Zeitung. Deswegen bestellt kein Firmenchef auch nur eine Rolle Toilettenpapier mehr...
maro-airpower hat geschrieben: ↑Sa 16. Sep 2023, 13:47Dass wir "demnächst eine MoU mit Deutschland" unterzeichnen wollen ist eine Geschichte für die Zeitung. Deswegen bestellt kein Firmenchef auch nur eine Rolle Toilettenpapier mehr...
Auch das Regierungsgeschäft mit Italien über die erste Tranche der AW169B/M hat über ein Jahr Vorlaufzeit benötigt:
Nun wurde ein Memorandum of Understanding evtl. für November angekündigt. Das ist noch lange kein Kaufvertrag. Wenn das alles noch vor den Wahlen im kommenden Jahr umgesetzt ist, bin ich sehr beeindruckt.
muck hat geschrieben: ↑Sa 16. Sep 2023, 00:02
Streiche "kann", ersetze durch "will". Ich würde behaupten, dass wir noch weit davon entfernt sind, unsere Produktionskapazitäten auszureizen.
….
AMRAAM läuft mit einer Rate hoch wie nie, ist aber trotzdem weit entfernt dreistellige Stückzahlen rasch ausliefern zu können. IRIS-T wird es ähnlich gehen. Dass wir "demnächst eine MoU mit Deutschland" unterzeichnen wollen ist eine Geschichte für die Zeitung. Deswegen bestellt kein Firmenchef auch nur eine Rolle Toilettenpapier mehr...
Diesem Artikel zufolge peilt Diehl eine jährliche Produktion von 400-500 Iris-T aller Varianten an (verglichen mit implizierten 70-80 Stück in 2022 und 200-250 Stück in diesem Jahr).. https://www.reuters.com/markets/europe/ ... 023-09-05/
He added that missile production was being tripled this year and would be further doubled next year, with an expected output of some 400 to 500 missiles from 2024.
Selbst diese Zahl ist weit unterhalb des realistischen Bedarfs, zumal aus taktischen Gründen normalerweise Salven von mindestens zwei Lenkflugkörpern abgefeuert werden, um einen Abfangerfolg zu garantieren.